Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 379 (sequence 379)
- Language
- German, English, Hebrew
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Badicbi, Locker theoretisch, nochmals zerrissen. Bei einer solchen Einstellung zur Zionistischen Organisation ist es kein Wunder, wenn die Herren sich für die Probleme dieser Organisation nicht interessieren. Ich will mich nun einem zweiten Punkt zuwenden: Ein Führer der Demokratischen Revisionisten, jetzt Judenstaatspartei, hat sich gegen den Vorwurt gewehrt, den ich der Revisionistischen Richtung gemacht habe: daß sie kein Verständnis für unsere nationalen Fonds hat und das Ansehen dieser Fonds in ihrer Agitation untergräbt. Herr Großmann hat dagegen gesagt, vom Keren Hajessod hielten sie wenig, dagegen seien sie große Anhänger des Keren Kayemeth. Dazu muß ich folgendes sagen: Ich habe meinen Angriff unter anderem auf eine Broschüre gestützt, welche ein anderer Führer der Judenstaatspartei, Herr Ing. Stricker, geschrieben hat. Er führt dort eine ganze Reihe von „Hilfsaufgaben" an, die die Fonds zu erfüllen haben, aber es kommt darin kein Wort vor, das von Boden - kauf spricht, kein Wort das sich irgendwie auf den Keren Kayemeth beziehen könnte. Herr Großmann dagegen sagt: Keren Kayemeth — ja, Keren Hajessod — nein (Zwischenrufe seitens der Revisionisten). Ich habe nicht gesagt, daß kein Revisionist für die Fonds sammelt. Ich habe gesagt, daß die revisionistischen Führer und Broschürenschreiber und die revisionistische Presse die nationalen Fonds herabsetzt. Und wenn die Betarim doch sammeln, so ist das nur ein Beweis dafür, daß selbst Eure Disziplin den gesunden Instinkt Eurer Jugend in diesem Punkt wenigstens nicht völlig brechen kann. Es sind der Exekutive von einigen Rednern scharfe Vorwürfe gemacht worden, daß sie den Kongreßbeschluß, eine Erziehungsabteilung bei der Exekutive zu gründen, nicht ausgeführt habe. Ich will dazu folgendes sagen: Der Kongreß nimmt sehr oft Beschlüsse an, welche nur deklaratorischen Charakter tragen. Er faßt Beschlüsse, aber er gibt der Exekutive weder die Menschen, noch die Mittel, um diese Beschlüsse auszuführen Man kann aber nicht abstrakte Beschlüsse fassen und der Exekutive Pflichten auferlegen, ohne ihr gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, diese Beschlüsse durchzuführen. Es ist auch fraglich, ob es empfehlenswert ist, neben dem Brith Ivrith Olamith noch einen zweiten Apparat mit einem ähnlichen Aufgabenkreis zu schaffen. Auch auf diesem Kongreß hat das Problem der Organisation nicht die Aufmerksamkeit gefunden, die es verdient. Wir sind mit tausend anderen Fragen beschäftigt, und die Organisation ist stets das Stiefkind. Einige Allgemeine Zionisten, die hier vom Organisations-Departement sprachen, waren damit unzufrieden — sie sagten es nicht Idar heraus, aber man konnte es zwischen den Zeilen lesen — daß dieses Departement von einem Linken geführt wird. Ihr Allgemeinen Zionisten kämpft doch so sehr für die Einheit und Geschlossenheit der Zionistischen Organisation. Nun, in keiner Zeit war die Einheit der Zionistischen Organisation so bedroht wie in diesen letzten zwei Jahren, und noch nie wurde von der ^Exekutive auf Veranlassung des Organisationsdepartements ein so angestrengter Kampf für die Geschlossenheit und Einheit geführt. Die Kritiker sollten sich doch fragen, ob sie und ihre Freunde mitgeholfen