Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 378 (sequence 378)
- Language
- German, English, Hebrew
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378 12. Kongreßsitzimg: Generaldebatte von allen Seiten Verfolgungen gibt. Dieser Kongreß muß Erez Israel die reine Atmosphäre zurückgeben, damit wir atmen und unsere Arbeit fortsetzen können. Ich will die Exekutive in ihrem Verhältnis zu den Jemeniten nicht kritisieren, aber eine Tatsache will ich erwähnen: Vor vier Jahren hat der Zionistische Kongreß beschlossen, Hachschara-Farmen in Aden für Jeminiten zu gründen. Die Exekutive in Erez Israel hat diesen Beschluß zunichte gemacht, obwohl wir tagtäglich die Forderung erhoben haben. Solche Farmen wären der Rettungsanker für die Ali ja der Jemeniten. Über die jetzige Lage der Jemeniten im Lande will ich nicht sprechen, um mich nicht zu wiederholen, aber ich wende mich an das Gewissen aller Parteien im Zionismus und fordere sie auf, einen Zustand zu schaffen, der es uns ermöglicht, in Erez Israel zu leben und mitzuarbeiten wie alle andern Juden. Eine persönliche Angelegenheit: Man hat die Verleumdung verbreitet, ich hätte im Jahre 1927 gegen die Ali ja der Jemeniten und gegen die religiöse Erziehung gestimmt. Ich habe von der Exekutive in Palästina verlangt, diese Verleumdung zu widerlegen; sie hat es nicht für nötig befunden, darauf zu antworten. Die Exekutive in Palästina kümmert sich überhaupt nicht um den jemenitischen Arbeiter; bei ihr hat die Hitachduth Hatemanim ein Privileg. Wir können dieses Privileg nicht anerkennen. Wir fordern die Anerkennung der jemenitischen Arbeiter als selbständige Organisation. Der Kongreß muß von den fremden Sprachen befreit werden, er muß beschließen, daß die hebräische Sprache das Vorrecht auf dem Kongreß hat. Diese Sprache muß in allen Zweigen unserer Arbeit Pflicht sein. Wir verlangen vom Kongreß erstens: Zertifikate in genügender Zahl für Jemeniten, zweitens: Hachschara-Farmen in Aden, drittens: ein Einwanderungsamt in Aden. Man soll uns offen sagen, ob es in Erez Israel Bürger verschiedenen Rechtes geben soll und geben darf. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Die Rednerliste ist erschöpft, nun folgen die Antworten der Exekutive. BERL LOCKER (Mitgl. d. Ex. — spricht jüdisch): Meine Antwort wird kurz sein können, da die Generaldebatte sich sehr wenig mit den Referaten der Exekutive beschäftigt hat. Ich will nur auf einige Dinge eingehen. Vor allem will ich konstatieren, daß jener Teil der Bewegung, gegen den sich die Vorwürfe wegen Mangel an Disziplin und Loyalität der Bewegung gegenüber richten, zu dieser Frage geschwiegen hat. Es ist vielleicht kein Wunder, daß dieser Flügel geschwiegen hat, wenn man bedenkt, daß er sich hier, wie ich bereits früher ausgeführt habe, als Gast fühlt. Es ist mir nach meiner Rede, in der ich dies ausgesprochen habe, eine Nummer der Zeitung „Judenstaat'4 in die Hände gefallen, in der sich ein Auszug der Rede befindet, die Herr Jabotinsky in der revisionistischen Fraktion gehalten hat. Und da findet sich der charakteristische Satz, daß er noch nicht wisse, ob sich die Revisionisten am XIX. Kongreß beteiligen werden. Herr Jabotinsky hat also seine Delegiertenkarte, wenigstens