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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 375

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 375 (sequence 375)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8782-3484932
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Hirschfeld, Rosenhek 375 sind, bringen wir die größten Opfer. Aber es fehlt die Stimmung, es fehlt die Begeisterung. Ich will etwas schildern, was ich jede Woche vor mir sehe: Ich lebe In einer Stadt, wo es fünf Kibbuzim gibt, in denen sich die Jugend darauf vorbereitet, nach Erez Israel zu gehen und das Land aufzubauen. Und am Sabbath, wenn ich die Judenschaft auffordere, Opfer für den Keren Kayemeth und den Keren Hajessod zu bringen — dann zieht die Jugend aus den Kibbuzim mit der Schaufel in der Hand durch die Straße. (Zivischenruf: Die jüdischen Fabrikanten in Bielitz halten auch nicht den Sabbath!) Wie wollt ihr für den Aufbau von Erez Israel und für den National - fonds etwas bekommen, wenn auf solche Weise die Stimmung dafür geschaffen wird? Wir verlangen vom Kongreß, daß die Hachschara im Galuth auf religiöser Grundlage aufgebaut sei. Anders ist es nicht möglich, Erez Israel aufzubauen. Unser Traum war, daß neben jeder jüdischen Mutter, wenn sie am Freitag Abend die Lichter anzünden geht, die Büchse des Keren Kayemeth stehen soll. Aber wenn aus unserem Herzen das Bild des Heiligen Landes gerissen wird, wie sollen dann die Fonds gedeihen? Als einfacher Jude warne ich die Kreise, die die Macht haben: Spielet nicht mit den religiösen Gefühlen, nicht bloß des Misrachi, sondern aller Lager! Denn in den Lagern der Stammzionisten und unter den gewöhnlichen Juden gibt es zahlreiche Menschen, die Erez Israel nur aufgebaut wissen wollen auf der Grundlage von Thora und Awoda (Beifall). SCHMUEL ROSENHEK (Rad., Polen — sf rieht hebräisch): Es ist beklagenswert, daß die Zionisten in Polen, welche viele Jahre und Jahrzehnte hindurch für Palästina gearbeitet, welche Schekel und Aktien gekauft haben, nicht nach Palästina kommen können. Der Schrei der Juden Polens, die an die Tore Palästinas klopfen, ist hier auf dem Kongreß noch nicht gehört worden. Es ist unmöglich, daß weiterhin der, der den Schekel bezahlt, das Recht haben soll, die höchste Instanz im Zionismus zu wählen. Wir müssen eine Reform durchführen, durch welche die Einnahmen der Fonds vergrößert und die Zionisten zur Pflichterfüllung erzogen werden. Wer für den Keren Kayemeth und Keren Hajessod nichts getan hat, darf das aktive Wahlrecht nicht besitzen. Wir müssen die Wähler zu zionistischer Arbeit erziehen. Die Einnahmen der Fonds werden immer geringer, und die Delegierten und ihre Wähler müssen lernen, für die Fonds zu arbeiten. Man mißachtet die hebräische Sprache. Auf dem Kongreß haben viele Delegierte, welche die Sprache beherrschen, jüdisch gesprochen, um von allen verstanden zu werden. Das ist ein Unrecht. Man muß auf die Delegierten einen Druck ausüben, damit sie hebräische Schulen begründen. Wenn der Kongreß die Zionisten zwingt, hebräisch zu lernen, wird dies auf das ganze Galuth erzieherisch wirken. Schuld an dem unbefriedigenden Zustand ist die Zionistische Exekutive, die die Beschlüsse des XVI. Kongresses, ein Departement für Kulturarbeit im Galuth zu begründen, nicht erfüllt hat. Die Ausrede des Geldmangels können wir nicht gelten lassen.

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