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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 373

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 373 (sequence 373)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8780-3484930
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Neustadt, Gureivitsch 373 gemeinsam, wenn es vielleicht auch zufällig die Juden nicht treffen sollte. Die palästinatreuen Massen haben dieses unwürdige, unaufrichtige politische Spiel schon durchschaut. Trotz der jahrelangen Verleumdungen gegen die Arbeiter haben allein in Polen über 125.000 Menschen ihre Stimme bei den Kongreßwahlen für das arbeitende Erez Israel abgegeben. Es half nicht der blutige Terror, es half nicht die schäm- und würdelose Schmeichelei. Der einfache Menschenverstand des Massemenschen hat gesiegt. Er hat instinktiv empfunden, daß sein Weg mit den Arbeitern und Sozialisten geht. Fast 50 Prozent der Zionisten in Kongreßpolen haben sich für die sozialistischen Ideen in der zionistischen Verwirklichung entschieden. Das muß auch die zionistische Leitung berücksichtigen. Es geht nicht mehr an, daß die zionistischen Institutionen so wie bisher die Meinung der zionistischen Massen vollständig ignorieren. Es geht nicht an, daß die obersten zionistischen Instanzen und Institutionen die zionistische Bewegung immer noch in jenen einzelnen Personen und Kreisen erblicken, die von den zionistischen Massen längst eliminiert wurden. Die zionistischen Massen wollen einen Zionismus der Arbeit; sie haben sich mit den sozialistischen Ideen des arbeitenden Erez Israel solidarisch erklärt. Das soll auch die neue Leitung der Bewegung wissen. Von diesem neuen Geiste muß ihre zukünftige Arbeit durchdrungen sein (Lebhafter Beifall). BORIS GUREWITSCH (Allg., Lettland — spricht jüdisch): Ich spreche hier nicht im Namen des Weltverbandes der Allgemeinen Zionisten, sondern im Namen der Allgemeinen Zionisten vom Baltikum, aus Litauen und Lettland. Wir rücken vollkommen ab von den Reden, die auf dieser Tribüne von den Vertretern eines Teils der Allgemeinen Zionisten aus Amerika und Erez Israel gehalten wurden (Beifall). Wir wollen unseren Allgemeinen Zionismus, in dem heute ein großer Teil aus Jugend besteht, nicht auf den Weg des Klassenkampfes führen, sondern zu den Prinzipien des Volkszionismus. Wir wollen nicht den jüdischen Mittelstand, den jüdischen Kaufmann und Handwerker gegen die Arbeiterklasse ausspielen, die in Erez Israel baut und schafft. Wir wollen alle Schichten des Volkes in dieser schweren Zeit zu produktiven Leistungen in unserem Erez Israel führen. Wir stehen alle fest auf dem Boden der zionistischen Demokratie. Es scheint, daß wir alle auf dem Kongreß — außer einem Teil, mit dem wir nicht auf einer moralischen Stufe stehen, mit dem wir nicht zusammengehen wollen — auf der Basis der Demokratie stehen (Beifall). Wir alle, die wir die Prinzipien der Demokratie in unserer Bewegung anerkennen, müssen wissen, daß die Demokratie in der gegenwärtigen Zeit, wo sie so viele Niederlagen bei verschiedenen Völkern und in verschiedenen Ländern erlitten hat, eine autoritative sein muß, eine Demokratie, die machtfähig sein kann. Deshalb muß sie eine starke und einflußreiche Führung haben (Zwischenrufe seitens der Revisionisten). Ich glaube, daß wir gerade in der schweren Zeit, in der wir uns befinden, eine starke Führung brauchen, und wir hoffen, daß der Kongreß Dr. Chaim Weizmann zur

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