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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 352

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 352 (sequence 352)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8759-3484909
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352 Ii. Ko?igreßsitzung: Generaldebatte nationale Diktatur" —, wenn solche Dinge veröffentlicht werden, und der Mann, der sie schreibt, hier als Delegierter sitzt, wie kann man über politische Arbeit, über Frieden und Einigkeit sprechen? Ich wollte nicht über diese Angelegenheiten sprechen. Wir haben uns die ganze Zeit über beherrscht. Ihr solltet das zu würdigen wissen. Wir betrachten jede Minute der Fortdauer dieses Zustandes nicht nur als eine Gefahr für uns, als Personen und als Arbeiter — man hat uns ein Haupt entrissen, niemand kann verbürgen, daß nicht morgen ein zweiter von uns fällt —, sondern als eine große Gefahr für die Reinheit der jüdischen Freiheitsbewegung. Wenn das Unglück nicht mit den Wurzeln beseitigt wird, verliert unsere Arbeit und unsere ganze nationale Vision ihren Sinn. Daher ist es die erste „Business" des Kongresses, den Zionismus von diesem furchtbaren Alpdruck zu befreien {Langanhaltender Beifall). ZACHARIA GLUSKA {]emenite, Erez Israel — spricht hebräisch): Leider werde ich meinen Ausführungen über die Jemenitenfrage in Palästina und die Lage in Jemen auch auf diesem Kongreß nicht viel Neues hinzufügen können. Ich konstatiere erschüttert, daß ich die Anklagen wiederholen muß, die zuerst auf dem XIV. Kongreß von mir im Jahre 1925 erhoben wurden. Acht volle Jahre sind seitdem vergangen, vier Kongresse haben stattgefunden, und nichts, überhaupt nichts, hat sich zugunsten der Jemeniten geändert. In Jemen sind wir Juden den unmenschlichsten, wütendsten Verfolgungen ausgesetzt; und in Erez Israel, dem Lande unserer Sehnsucht, dem Lande, das wir nur um den Preis ungeheurer Opfer erreichen, müssen wir entsetzt erleben, daß unsere eigenen Volksgenossen uns wie Volksgenossen zweiter Klasse behandeln. Wir wurden und werden in der ganzen Welt verfolgt, und soeben haben wir in einem Lande, das als Kulturland gelten will, eine der grausamsten Judenhetzen unserer schmerzensreichen Geschichte erlebt; wir wundern uns also über die Inquisition in Jemen nicht. In Erez Israel aber werden wir vor die Tatsache gestellt, daß es Juden erster Klasse und Juden zweiter Klasse gibt; und diese erschütternde Feststellung raubt uns Juden das Recht, von den Nichtjuden Gleichberechtigung zu fordern. Wer aber macht aus uns Jemeniten „Nichtarier", Volksgenossen zweiter Klasse? Die Jerusalemer Zionistische Exekutive, ihre Institutionen, ihre Funktionäre! Die Exekutive, welche als Repräsentantin der jüdischen Nation auftritt, hat sich ein System zu eigen gemacht, das zwischen weißen Volksgenossen und braunen Volksgenossen unterscheidet; die Exekutive in Jerusalem teilt die Volksgenossen in „Arier" und „Nichtarier" ein, in Neger und Weiße! Die „Rassentheorie" der Jerusalemer Exekutive ist äußerst einfach: die jüdischen Volksgenossen, die eine weiße Haut haben, sind „Arier", die Juden aber, die vom Schicksal mit einer braunen Haut ausgestattet wurden, sind „Nichtarier" und werden auch nach allen Regeln der Kunst als solche behandelt, obwohl sie auf Jahrtausende ununterbrochener jüdischer Kulturtradition zurückblicken und ihren Zionismus durch heroische Opfer bewiesen haben. Ich bringe es nicht über mich, die traurige Kette der Entrechtungen und Zurücksetzungen aufzurollen, denen Ihre jemenitischen Volksgenossen ausgesetzt waren und sind, sei-

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