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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 349

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 349 (sequence 349)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8756-3484906
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Katznelson 349 nicht alles gefallen läßt, sonst wären wir schon längst in dem Zustand des Jischuv in der Zeit der Rothschild'schen Administration zurückgesunken. Ich weiß nicht, ob der Vertreter der Nicht-Zionisten in der Exekutive der Agency hier ist, ich möchte aber gern, daß er meine Worte hört. Ich, als Anhänger der Erweiterung der Jewish Agency habe schwere Vorwürfe gegen die Jewish Agency zu erheben, nicht so sehr auf politischem, wie auf wirtschaftlichem Gebiete. All die Argumente, mit denen man uns schreckte und beweisen wollte, daß die Jewish Agency eine politische Gefahr sei, haben sich als grundlos erwiesen. Im Gegenteil: politisch haben wir gewonnen, da es in den vier schweren Jahren nach Zürich unendlich wichtig war, eine wenigstens nach außen hin geschlossene und einheitliche jüdische Vertretung zu haben. "Und wenn in diesen zwei Jahren ein Arlosoroff als Vertreter der Arbeiterschaft in der Exekutive unseren politischen Kampf mit Stolz, Würde und Kraft führte, so hat ihn dabei die erweiterte Jewish Agency nicht gestört. Meine Bedenken sind anderer Natur! Es geht mir nicht allein um die nicht erfüllten finanziellen Erwartungen. Diese Enttäuschung gehört vielleicht auf das Konto der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse. Ich bedaure vielmehr, daß diese Männer nicht genug Respekt vor der Sache hatten, die in ihre Hand gegeben worden war. Sie hatten das große Vorrecht erhalten, mit uns zu arbeiten und zu bestimmen. Ein solches Vorrecht verpflichtet. Sie wußten es nicht zu würdigen. Die Jewish Agency hatte verschiedene Aufgaben zu erfüllen, die für die zionistischen Kräfte allein zu groß waren. Sie sollte alle in Betracht kommenden Faktoren zu einer kolonisatorischen Tat vereinigen. Es kam nicht dazu. Was ist z. B. aus dem Emergency Fond, dem Hilfsfond, geworden, den Mitglieder der Jewish Agency mit unseren Kräften geschaffen haben? Ich spreche nicht von den kolonisatorischen Ergebnissen, obgleich sie recht traurig sind; man erbaute zwar Beer Tuvia, errichtete mehrere Häuser, aber wie klein sind diese Leistungen im Vergleich mit den ungeheuren Möglichkeiten, die unausgenützt blieben! Das Empörende daran ist nicht nur die Tatsache, daß das Geld nicht so produktiv verwendet wurde, wie es auf Grund unserer jahrelangen Erfahrungen hätte verwendet werden können, sondern daß der Fond selbst der Jewish Agency aus der Hand gerissen wurde. Seine Verwaltung machte sich selbständig und wurde zu einem Staat im Staate Erez Israel. Als der Hilfsfond begründet wurde, übergab man seine Verwaltung drei Personen: Kisch, Ruthenberg und Hexter. Es gab Reibungen, es gab Mißhelligkeiten. Und eines schönen Tages war Kisch nicht mehr da, und eines andern schönen Tages war Ruthenberg nicht mehr da. Solche Dinge kommen vor. Wenn in öffentlichen Institutionen ein Leitungsmitglied ausscheidet, tritt ein anderes an seine Stelle. Wenn es sich aber um eine Privatangelegenheit, die Domäne von „Gaboim" handelt, tritt kein anderer an die Stelle des Ausgeschiedenen. Wer zurückbleibt, verfügt allein. Es ging bei uns im Hilfsfond genau so wie

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