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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 342

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 342 (sequence 342)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8749-3484899
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342 Ii. Kongreßsitzung: Generaldebatte eine andere große Frage, die wichtiger ist als all Euer Gerede, die Frage der Alija, des neuen „Auszugs aus Aegypten.44 Und es liegt ein bitterer Hohn darin, daß wir, die Menschen der Histadruth, die Ihr als Minimalisten bezeichnet, all die Jahre seit dem Kriege für die Möglichkeit einer breiten Alija kämpfen. Jetzt, in einer Zeit der Prosperity in Palästina, da Mangel an Arbeitshänden herrscht, und die politische Lage als ziemlich günstig angesehen wird, schwächen wir unsere politischen Möglichkeiten und gefährden unsere realen Positionen, wenn wir nicht für die Alija kämpfen. Die Mandatarmacht, die sich zum Grundsatz bekennt, die Alija der ökonomischen Aufnahmefähigkeit des Landes anzupassen, gewährt uns nur ein Drittel der Zertifikate, die wir im Einklang mit der wirtschaftlichen Aufnahmsfähigkeit des Landes fordern. Dieser krassen Verletzung der auch sonst sehr einschränkenden Grundsätze der Alija durch die Mandatarmacht hat der Kongreß bisher keine Aufmerksamkeit geschenkt. Lange Zeit hindurch wurden die politischen Fragen bei uns mit einem Manne in Verbindung gebracht, und im Kampf gegen diesen Mann erschöpfte sich die Debatte. Heute ist diese Möglichkeit nicht vorhanden. Und deshalb richten sich alle Angriffe gegen ein anderes Objekt: gegen uns, die Arbeiter. Wenn die Generaldebatte noch einen Sinn hat, so ist es nur der, daß sie uns allen klarmacht, was die zionistische Bewegung ist. Wer kann mit wem zusammengehen? Gibt es Kräfte, die sich zu einer einheitlichen Führung zusammenschließen können? Und wenn ich die Generaldebatte nach den Reden zweier typischer Vertreter der Allgemeinen Zionisten^ Dr. Stephen Wise und Dr. Bogratschow, beurteilen soll, so komme ich z;u dem traurigen Resultat: es gibt bedeutende Vertreter der Allgemeinen Zionisten, deren Arbeit auf diesem Kongreß darin besteht, den Abgrund, der zwischen ihnen und der Arbeiterschaft klafft5 noch zu vertiefen und eine ernste Verbindung für produktives Schaffen unmöglich zu machen. Dr. Wise ist eine prominente Persönlichkeit, und seine starke Stimme braucht kein Megaphon, sie wird in der ganzen Welt gehört. Wenn aber diese Stimme nicht für eine gute Sache benützt wird, sondern um falsche Begriffe zu verbreiten., so ist dies sehr gefährlich. Ein kluger Zionist? dessen Name, ohne ausgesprochen zu werden, über diesem Saal schwebt, sagte einmal: „Es gibt bei den Juden große, kluge Menschen, die ihre Weisheit den anderen hingeben. Uns Juden bringen sie ihr bißchen Dummheit." In Bezug auf Dr. Wise möchte ich das etwas anders formulieren! Es gibt Juden, Zionisten, die sehr radikal sind, die sich für Freiheit, Fortschritt, Arbeiterrecht und Demokratie begeistern, aber all ihren Radikalismus und ihre fortschrittlichen Begriffe beschränkten sie auf die gojische Welt. Bei uns aber sind sie Verbündete der schwarzen Reaktion {Lebhafter Beifall). Wenn sie zu uns kommen, vergessen sie die elementarsten Begriffe von organisierter Arbeit und sozialem Recht. In Bezug auf Amerika ist Dr. Wise ein sehr fortschrittlicher Mann. Er hätte sich dort geschämt, Applaus von dieser Seite (weist auf die Revisionisten hin) zu bekommen, von der er hier andauernd Beifall empfangen hat. In Amerika wäre es unmöglich,

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