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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 333

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 333 (sequence 333)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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] amier* Ussiscbkin 333 tung und den Mitgliedern des Komitees in Reden und Anfragen im Unterhaus behandelt. Es wurde die Forderung erhoben, die Periode der Untersuchungen durch sogenannte Fachleute zu beenden und die Mängel ihrer Schlußfolgerungen wurden ausführlich erläutert. Die behandelten Fragen umfaßten die Beschränkung der Bodenübertragungen, Einwanderungszertifikate, Richtlohn-Klauseln für die Arbeiten aus dem Erlös der Regierungsanleihe und viele andere Fragen. Unsere größte Schwierigkeit waren die gelegentlichen Vorsprachen zionistischer politischer Parteileute bei Behörden und Abgeordneten ohne frühere Kenntnis und Mitarbeit der vom Kongreß bestellten Funktionäre der Bewegung. Wir zweifeln nicht an der bona fides der Absichten dieser Personen, die nicht Mitglieder einer einzigen Partei waren, aber wir beklagen uns über den Mangel an Disziplin, der oft unnötige Hindernisse in unseren Weg gelegt hat. Das muß im Interesse der Bewegung aufhören! (Beifall.) SCHMUEL USSISCHKIN (Allg., Erez Israel — sf rieht hebräisch): Geehrter Kongreß, in den wenigen Minuten., die mir zur Verfügung stehen, will ich Ihre Aufmerksamkeit auf eine Erscheinung lenken, die viel gefährlicher ist, als viele, die hier sitzen, vielleicht glauben. Das ist der Zustand des gegenseitigen Hasses unter der jüdischen Jugend in Erez Israel. Wenn die Führer einer Richtung jahrelang jeden anders Gesinnten als Verräter bezeichnen, wenn die Führer der anderen Richtung wiederum den Führer der Gegner Vladimir Hitler nennen und seine Anhänger Hitleristen, so kann ich nicht glauben, daß die, die so sprechen, es wirklich ernst meinen. Dazu kenne ich ihren ehrlichen Willen zu gut. Aber in Augenblicken der Aufregung vergessen sie, daß es Tausende gibt, die jedes ihrer Worte so auffassen, wie es gesagt ist. Und wenn man im Laufe der Jahre immer nur Hetzworte hört, ist es kein Wunder, wenn man wirklich davon überzeugt ist, Vertreter anderer Anschauungen seien Verräter und verdienten, daß man mit ihnen verfahre, wie man mit Verrätern verfährt. So sind wir in einem gefährlichen Zustand geraten und wer weiß, wie weit das noch gehen wird. Der Kongreß hat dieser Erscheinung seine Aufmerksamkeit zuzuwenden und stark und entschieden dafür einzutreten, daß dieser Hetze ein Ende gemacht wird. Man muß der Jugend zeigen, daß wir alle, ob wir wollen oder nicht, zu einem Werk vereinigt sind, dem Aufbau des Landes. Wir alle sind von einem Meer von Feinden umgeben und jetzt ist nicht die Zeit und nicht der Ort, innere Streitigkeiten auszutragen. Es ist lächerlich, zu glauben, die Gefahr für Erez Israel liege in der oder jener jüdischen Gruppe. Man vergißt dabei an die wahre Gefahr, an die wahren Feinde, die uns umgeben. Ich wende mich an Euch, Delegierte aller Parteien, besonders an jene, die in wenigen Tagen nach Erez Israel zurückkehren werden, wo sie zusammen leben und zusammen arbeiten: Denkt an unsere gemeinsame Aufgabe und vergeudet nicht Eure Zeit und Eure Energie mit gegenseitiger Hetze und

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