Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 321 (sequence 321)
- Language
- German, English, Hebrew
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Remes 321 erklärt, daß die Mitglieder dieser Gruppe nicht der Histadruth angehören, sondern separat organisiert sind (Ztvischenruf des Misrachi-Delegierten SYRKIS: Warum?). Mit dieser Frage beschuldigen Sie nicht mich, sondern sich selbst. — Wir haben diese Frage an Sie zu richten (Lebhafte Zwischenrufe vom Misrachi). VORS. PRÄS. MOTZKIN: Die Zwischenrufe haben keinen Zweck, denn die meisten hört man nicht . . . Außerdem stört man den Redner, der für jeden Zwischenruf fünf Minuten mehr Redezeit bekommen wird. DAVID REMES (fortfahrend): Zwischen Hapoel Hamisrachi und Histadruth Haovdim bestehen keine Kampfbeziehungen, sondern es wurde ein Uebereinkommen über zwei Punkte getroffen, über gerechte Arbeitsverteilung und über möglichste Ausschaltung gegenseitiger Konkurrenz. Sie, die Misrachisten, haben kein Interesse daran, diese Tatsache zu verdunkeln. Es muß aber für die Anderen festgestellt werden, daß die Histadruth, in der 80 bis 90 Prozent aller jüdischen Arbeiter organisiert sind, mit jeder kleinen Gruppe ein Uebereinkommen wegen Arbeitsverteilung und Arbeitskonkurrenz trifft. Wir haben den revisionistischen Arbeitern öffentlich den Vorschlag gemacht, mit uns dasselbe Uebereinkommen zu treffen wie der Hapoel Hamisrachi. Aber die Revisionisten brauchen ein solches Uebereinkommen nicht, denn sie haben eine starke Stütze in Erez Israel, die Arbeitgeber, mit denen sich zu verständigen ihnen wichtiger ist als mit den Arbeitern. Für die Arbeitgeber aber ist die Existenz einer solchen besonderen Gruppe von besonderem Wert zur Untergrabung der Arbeitersolidarität. Was sagt nun Dr. Wise dazu? Hätte die Arbeiterschaft ruhig mitansehen sollen, wie sich eine Organisation bildet, die es sich zum Programm gemacht hat, die Histadruth zu zerbrechen, und deren Führer Jabotinsky bei jeder Gelegenheit von Streikbruch als Programm seiner Gruppe spricht? Wie soll man sich einer solchen Schmach gegenüber verhalten? Streikbruch als Programm — etwas, was es in der ganzen Welt nicht gibt — das wollt Ihr in der Zionistischen Organisation haben, die auf menschlichen und progressiven Grundsätzen aufgebaut ist, welche das jüdische Volk im Galuth und in Erez Israel niemals verraten kann! (Beifall). Und Euch Allgemeinen Zionisten muß ich sagen: Wir fechten diesen Euren Namen an. Wir halten uns in Erez Israel für die Allgemeinen Zionisten (Beifall). Sie Herr Suprasky, werden es anerkennen müssen, und Sie, Herr Bogratschow, antworten Sie mir, wer in Erez Israel die nationalen Ideale hochhält: die Linke oder die Rechte? Die Juden tragen bekanntlich auch die Tefillin auf der linken Hand. Erez Israel wird mit der Linken gebaut werden, nicht mit der Rechten! In Erez Israel gibt es eine Vereinigung der gesamten jüdischen Bevölkerung, die Knesseth Israel. Ussischkin hat ihren Grundstein gelegt, wir haben jahrelang für ihre offizielle Anerkennung gekämpft. Sie wurde schließlich anerkannt, wenn auch eine Möglichkeit besteht, aus ihr auszutreten. Wir haben für die Macht, Würde und Ehre 21