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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 316

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 316 (sequence 316)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8723-3484873
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316 io. Kongreßsitzung: Generaldebatte bestimmten Gruppen sagen darf: „Ihr habt nicht nur kein Recht hier, sondern nicht einmal den Anspruch auf Duldung; und seid Ihr schon hier, dann — hinaus mit Euch, wie die Territorialisten hinaus mußten". Die Unmöglichkeit der Forderung eines Gesinnungszensus als von einer Partei aufgestellte Bedingung wird durch folgende Tatsache erwiesen: Die Linken suchen in kluger und staatsmännischer Art den arabischen Arbeiter in die Arbeiterorganisation hereinzuziehen, der nichtsozialistische jüdische Arbeiter wird aber praktisch ausgeschlossen. Wie kann dies — verteidigen läßt es sich ja vor der jüdischen Welt nicht — erklärt werden? Ohne Uebelwollen gegenüber der palästinensischen Arbeiterpartei, die so viel für den Aufbau geleistet hat, muß doch einer, der ihr Freund ist, sagen, daß die zionistische Organisation unmöglich ein Monopol einer Partei auf die Organisierung der Arbeiter und auch keine Monopolisierung der Einwandererzertifikate dulden kann (ME- REMINSKI: Das ist falsch, Sie sind falsch informiert!). Ich behaupte, daß ein jüdischer Arbeiter, der nicht Sozialist ist, nicht der Histadruth angehören kann. Wenn das nicht wahr ist, so habe ich mich geirrt und bitte Sie um Entschuldigung. Ich habe nur wiederholt, was man mir tausendmal versichert hat und was ich bis vor einer Minute als wahr angenommen habe. (BERL KATZNELSON: Aber auf diese Informationen, die Sie von dort, von der Rechten, erhalten haben, bauen Sie Ihre ganze Rede auf, Sie hätten sich früher informieren sollen!). Ich habe nicht ein einziges Wort über diese Sache mit jenen Herren gesprochen. Palästina darf die Juden nicht zerschlagen und sie nicht einschüchtern. Die jüdische Bevölkerung Palästinas, die der Arbeiterpartei nicht angehört, darf nicht ein Gefühl der Bedrücktheit haben, sondern die Empfindung freiwilliger und eifriger Zusammenarbeit. Ich glaube kaum, daß die Linken in Palästina für ein Monopol der amerikanischen *\rbeiterföderation im Gewerkschaftswesen wären und den Amalgamated W orkers das Recht bestreiten würden, mit der Föderation zu konkurrieren und zusammenarbeiten. Was geschähe, wenn eines Tages — und der Tag kann kommen — eine noch radikalere Linke oder Arbeiterorganisation entstünde? Soll sie im vorhinein geächtet und verboten werden? Wir können nicht einer reaktionären und rückschrittlichen Politik beschuldigt werden, wenn wir z. B. verlangen, daß, wenn auch jede Art von Streikbrechertum sozial abscheulich und moralisch unhaltbar ist, doch sowohl in der Praxis als auch im Prinzip ein nationales Schiedssystem durchgeführt werden soll, wie es heute in Tel Aviv besteht (SHERTOK: Es wurde angeboten, aber zurückgewiesen! J. GESUNDHEIT: Herr Präsident, darf ein Beamter Zwischenrufe machen? Lebhafte Auseinandersetzung zwischen Links und Rechts. Unter lautem Lärm verlangt die Rechte, daß Delegierter Shertok seinen Sitz auf der Xlribüne verlasse). VORS. PRÄS. MOTZKIN (wiederholt von den Revisionisten unter-

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