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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 314

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 314 (sequence 314)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8721-3484871
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314 io. Kongreßsitzung: Generaldebatte lästinas zu stören und unser Werk zu vernichten (Zwischenrufe links: Was ist mit den Pardessbesitzern, die arabische Arbeiter beschäftigen? Eure Kolonisten verursachen die Pogrome! Stürmischer Widerspruch rechts. JAWNEELI: Wie kann man auf einem Zionistenkongreß gegen die Bemühungen sprechen, Frieden mit den Arabern zu schaffen?). Im Namen der Allgemeinen Zionisten erkläre ich, daß nach unserer Auffassung jeder, der arabische Arbeiter beschäftigt, den Aufbau des Nationalen Heims stört (Heftiger Zwischenruf links. MEREMINSKI: Sie sprechen im Namen derer, die gerade Araber beschäftigen). Ich will hier erklären, daß die Kundgebung von Mosche Smilansky, daß, wer Boden von den Arabern kauft, sie vom Boden vertreibe, ebenso nationaler Verrat ist, wie die Organisierung der Araber seitens der Linken (Beifall). Wie kann man den arabischen Arbeiter organisieren und zugleich hundertprozentige jüdische Arbeit verlangen? Ich halte Euch für gute Zionisten, aber Ihr glaubt die Araber zu täuschen und das wird Euch nicht gelingen (Beifall). M. M. USSISCHKIN: Herr Bogratschow hat hier gegen die Bank gesprochen, deren Direktion ich angehöre. Da der Leiter der Bank nicht im Saale ist, muß ich darauf erwidern. Bogratschow hat gesagt, daß die A.P.B, in den Kolonien Ruchama und Sedschera arabische Arbeiter beschäftigt. In dieser Form ist die Sache nicht richtig. Die A.P.B, besitzt überhaupt keine Kolonien, sie hat Hypotheken auf 2000 Dunam des Bodens in Ruchama (Die weiteren 3000 Dunam gehören nicht der Bank). Dort wurde früher von einer Gruppe von Juden gearbeitet, die nicht weiterkamen und die letzte Zeit war nur ein Schomer dort. Die Bank hat den Boden an Juden weiterverkauft. Der Boden von Sedschera wurde als Erbschaft von der Agudath Netaim übernommen. Es gibt dort Streitigkeiten mit Kurden und Arabern und die Verhältnisse sind sehr verwickelt, doch ist Hoffnung vorhanden, daß der Boden in Bälde an Juden verkauft werden wird. PRÄS. MOTZKIN übernimmt den Vorsitz. Dr. STEPHEN S. WISE (Allg., Amerika — spricht englisch): Das höchste Gebot dieser Stunde in der zionistischen und jüdischen Geschichte ist und bleibt eine geschlossene Front. Es war eine bittere Enttäuschung, daß diese Einheitsfront nicht zustandekam, und noch betrüblicher, daß man sie gar nicht wollte. Das jüdische Volk und seine Lage in der Welt schreien nach geschlossener Aktion trotz aller Meinungsverschiedenheiten. Und siehe, das eine, was die Tragödie der Stunde von uns verlangen und erwarten durfte, die Einheit der Aktion, kam nicht zustande. Wenn der XVIII. Zionistenkongreß nicht in den nächsten Stunden seinen Geist der Uneinigkeit und des Streites noch ändert, wird er als zerbrochenes Instrument einer verfehlten Hoffnung zu Ende gehen. Im Geiste der bisherigen Kongreßberatungen machte sich auch ein bedauerlicher Defaitismus geltend, besonders in den Aeußerungen der herrschenden Partei. Dieser Partei muß gesagt werden, daß wir nicht

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