Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 313 (sequence 313)
- Language
- German, English, Hebrew
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Bogratschow 313 stattet? Man mußte doch wissen, daß ein Nichtzionist diese Arbeit nicht fördern wird. Nun Sur Frage des Bodenkaiifs durch Privatleute. Ihr, Vertreter der Allgemeinen Zionisten in der Exekutive, seid doch sicher nicht dafür, daß ein Jude, der nach Palästina kommt und vom K.K.L. keinen Boden zur Ansiedlung bekommen kann, überhaupt nicht die Möglichkeit habe, sich anzusiedeln. Warum habt Ihr nicht die Institution für Bodenkauf gegründet? Warum habt Ihr es dazu gebracht, daß die P.L.D.C. erstickt und daß die Gesellschaft „Geula" nicht arbeitet? Warum habt Ihr es dazu gebracht, daß die Bodenspekulation, diese schwarze Börse, in Erez Israel existiert? (Zwischenruf SCHURER: Deine Kollegen sind die Spekulanten!). Das ist keine Frage von Polemik, das Wesentliche ist, daß der Kongreß das ausführt, was er beschließt. So gab es einen Beschluß über die Herrschaft der hebräischen Sprache im Kongreß. Warum habt Ihr nicht hebräisch gesprochen? Es gab einen Beschluß, daß der Kongreß in Erez Israel stattfinden muß. Warum habt Ihr diesen Beschluß nicht ausgeführt? Ich klage nicht die Rechten oder die Linken an, sie toben im Parteienkampf, der es dem Kongreß unmöglich macht zu arbeiten, ich frage aber Euch, die Säulen des Zionismus: warum erfüllt Ihr nicht, was wir beschließen? Ich habe noch einen Vorschlag: Wir haben eine Exekutive und einen Waad Leumi in Erez Israel. Wenn aber ein Jude sich in Erez Israel ansiedeln will, sich ein Stück Boden kauft und dabei allerhand Mühsal durchzumachen hat, so weiß er niemanden, an den er sich um Hilfe wenden könnte. Die Türen der Exekutive sind ihm verschlossen, auch der Waad Leumi ist nicht dazu berufen, Hilfe zu erteilen. Wenn aber jemand sich mit privaten Mitteln im Lande ansiedeln will und juridischen Rat braucht, so gibt es auch in unseren nationalen Institutio*- nen niemanden, an den er sich wenden könnte. Man muß für solche Angelegenheiten eine juridische Abteilung bei der Exekutive bilden. Ich schlage vor, daß ein solcher Beschluß von dem XVIII. Kongreß gefaßt werde. Nun ein Vorschlag an die Allgemeinen Zionisten: Wir sollen nicht als Vertreter „schöne Juden" wählen, sondern Leute, die unsere Beschlüsse ausführen. Ferner schlage ich vor: um die Einigkeit herbeizuführen und das Gift des Hasses, das man in unser Leben in Palästina hineinträgt, unwirksam zu machen, möge die Exekutive beschließen und den Beschluß auch ausführen, daß die Erziehungsarbeit einzig und allein unter der Kontrolle der Zionistischen Exekutive stehen muß und daß auf diesem Gebiete keine Parteipolitik getrieben werden darf. In dem Programm des Haschomer Hazair findet sich die Forderung, daß eine Kolonie, die in Erez Israel gegründet wird, dem Fellachen als Muster dienen soll, wie er seinen Boden bearbeiten solle. Der Haschomer Hazair und die Histadruth haben in ihr Programm die Organisierung des arabischen Arbeiters aufgenommen; das bedeutet die Organisierung unserer Feinde und die Mitwirkung daran, den Aufbau Pa-