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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 312

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 312 (sequence 312)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8719-3484869
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312 io. Kongreßsitzung: Generaldebatte spielt bereits mit dem gefährlichen Gedanken, die Erziehung der zentralen Instanz der Knesseth Israel wegzunehmen, um die Arbeiter¬ und Misrachi-Institutionen zu verstärken. Glauben Sie denn, daß die Kinder der Arbeiter gerade in Arbeiterschulen lernen müssen? Die Kinder der Arbeiterführer lernen in unserem Gymnasium. Die Schulen werden von den Parteien nur als Machtmittel erstrebt. Ben Gurion sagte: wir haben die Herrschaft in Erez Israel erobert, wir werden sie auch im Galuth erobern. Was wird nun sein, wenn Ihr die Herrschaft erobert? Eure Schulen sind gesondert, die Schulen des Misrachi sind gesondert. Ihr habt Eure Schulen und Eure Krankenhäuser, Eure Sportorganisationen. Wenn man die jungen Leute zusammen sieht, so findet man, daß die Vertreter der Arbeiter, des Misrachi, der Revisionisten usw. einander als Todfeinde betrachten. Die Parteizerklüftung hat das Gift des Hasses in die junge Generation hineingebracht, das zu dem Arlosoroff-Unglück geführt hat (Betfall rechts, große Unruhe links, heftige Zwischen- und Gegenrufe). Ihr wollt die Macht und wir dürfen sie Euch nicht geben (Beifall rechts). Ohne diese Separierung in den Schulen, Krankenhäusern usw. könnten wir den Zwiespalt in den zionistischen Reihen verhindern, und gerade das ist die Pflicht der Vertreter der Allgemeinen Zionisten. Nun zu einer anderen Frage: Man muß die neue Heimat errichten, und im Laufe von 25 Jahren herrschte dabei das System, daß der Aufbau der Heimat durch die besten und am besten organisierten Kräfte vor sich geht, die man aus dem Galuth nach Erez Israel bringt. Dieses System wäre in seinem Kern richtig. Wie aber wurde es angewendet und zu welchen Folgen hat es geführt? Kann man denn auf dem Wege, den man bisher beschritten hat, die Heimat aufbauen? Mit einem zu 95% unorganisierten Volk? Betrachten wir nur das dem XVIII. Kongreß vorgeschlagene Budget: In diesem Budgetentwurf ist ein Betrag von 19.000 Pfund für Kolonisation enthalten. Man muß sich doch Rechenschaft darüber geben, was das bedeutet; es ist eine Auflösung der zionistischen Arbeit in Palästina. Ich frage nicht die Linken, denn sie sind siegestrunken. Aber Ihr, Führer der Allgemeinen Zionisten in der Exekutive, wohin habt Ihr den Zionismus gebracht? Weshalb habt Ihr das jüdische Volk nicht zum Aufbau des Landes zugezogen? Auf dem XVII. Kongreß wurde besfchlossen, 20.000 Dunam K.K.L.- Boden zur Ansiedlung des Mittelstandes zu verwenden. Ihr habt diesen Beschluß nicht ausgeführt, Ihr habt die Arbeit der Kommission gestört. Es wurde eine Ansiedlungskommission unter dem Vorsitz des Herrn Farbstein gebildet, ich werfe Herrn Farbstein vor, daß er seine Aufgabe nicht erfüllt hat und nach Warschau anstatt nach Jerusalem gefahren ist, so wie auch Neumann zuerst nach New York fuhr und die Arbeit in Palästina den andern überließ. Nachdem die Kommission endlich ihre Arbeit begonnen hatte, hat die Exekutive beschlossen, den Vorsitz einem Nichtzionisten zu übergeben, Herrn Dr. Hexter. Warum hat der Präsident der Zionistischen Organisation, Sokolow, dies ge-

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