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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 309

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 309 (sequence 309)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Gotthelf 309 das ohne chaluzisdhe Anstrengung gebaut wurde? Gingen nach Amerika nicht zuerst die Stärksten und Fähigsten, die dann ihre Brüder und Schwestern und später erst ihre Väter und Mütter hinüberriefen? Auch Erez Israel kann nicht anders gebaut werden. Die chaluzische Einwanderung muß der Masseneinwanderung vorangehen, das nationale Kapital dem privaten den Weg bahnen. Nur eine starke, von progressiven Kräften geleitete Zionistische Organisation kann die Last des zionistischen Aufbaues tragen. Man behauptet, daß die Linken das Zertifikatsystem geschaffen haben. So belügt man die Massen und hetzt gegen die Zionistische Organisation als Ganzes. Nicht wir haben das Zertifikatsystem geschaffen, es wurde uns aufgedrängt. Wenn die Ali ja begrenzt ist, müssen dann nicht jene Bewerber um Zertifikate als erste berücksichtigt werden, die nicht in Tel Aviv bleiben wollen, sondern auf den Kvisch, in die Sümpfe, zum Eisenbahnbau und anderen schweren Arbeiten gehen? (Beifall.) Wir sind nicht gegen die Einwanderung der Nalewki-Leute. Aber wir .sind dagegen, daß sie in Erez Israel das Leben fortsetzen, das sie in Warschau geführt haben (Lebhafter Beifall, Zwischenrufe bei Revisionisten und Misrachi). Es entsteht eine schwarze Front gegen den Arbeiter. Sind Ihre Absichten wirklich so rein wie Sie angeben? Nur eine Tatsache sei hier erwähnt: In der Kolonie Benjamina gab es einen Kibbuz des Haschomer Hazair, dem die Kolonisten mit wenigen Ausnahmen keine Arbeit geben wollten. Man sagte, die Arbeiter seien Sozialisten, Klassenkämpfer, man könne sich mit ihnen nicht verständigen. Da kam ein anderer Kibbuz nach Benjamina, ein „rein" zionistischer des Hanoar Hazioni. Und hat sich seit damals in Benjamina etwas geändert? Die Kolonisten, die früher jüdische Arbeiter beschäftigten, tun dies auch jetzt. Die meisten aber bedienen sich arabischer Arbeiter. Diese Tatsache beleuchtet ganz klar das Verhältnis dieser Kreise zur jüdischen Arbeit. Man will sich des jüdischen Arbeiters entledigen, und weil das nicht leicht ist, weil hinter ihm eine starke Organisation steht, will man vor allem diese Organisation untergraben durch Beschäftigung von nichtorganisierten Arbeitern, mit denen man leichter fertig werden kann (Lebhafter Beifall). Das ist keine zufällige Erscheinung, sondern ein Symptom. Die jüdische Bourgeoisie ist nicht stark genug, ihre Positionen zu erhalten. Daher schafft sie sich Jugendorganisationen, die sie mit pseudonationalen Phrasen gegen die stärkste Position im Lande, die Histadruth Haovdim, ins Treffen führt (Beifall). Die Revisionisten wollen uns hier mit ihren radikalen Losungen gegen Hitler Sand in die Augen streuen. Aber jedes Kind weiß schon heute, daß der Revisionismus nur ein Zweig vom Stamm des internationalen Fascismus ist (Lebhafter Beifall links). Und weil er weiß, daß das jüdische Volk in seiner Mehrheit gegen den Fascismus ist, versucht er es mit extrem nationalen Phrasen irrezuführen. Nicht aus privaten oder Klassen-Interessen des jüdischen Arbeiters treten wir hier gegen die Hetze gegen die Arbeiterorganisationen auf, sondern im eigensten nationalen Interesse des Zionismus (Stürmischer Beifall links. Die Revisionisten rufen im Chor:

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