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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 293

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 293 (sequence 293)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Schapiro, Suprasky 293 Israel noch Menschen, die nicht gegen den jüdischen Arbeiter eingestellt sind, und das Recht, das in Streitfällen meistens auf Seiten des Arbeiters ist, wird auch diese Kommission anerkennen müssen. Deshalb sind wir für nationale Arbitrage. Denn wir sind mehr als andere verantwortlich für die Ruhe im Jischuv, auf uns lastet die Pflicht, in Erez Israel Opfer zu bringen, und wir haben die nationale Arbitrage zu schaffen, die uns die ruhige Fortsetzung unserer Arbeit ermöglichen wird. Wir stehen vor schweren Prüfunsen. Das innere Problem ist heute viel gefährlicher als die schwierige außenpolitische Lage. Jerusalem ist durch nichtigen Bruderzwist zugrunde gegangen, Jerusalem wird durch Bruderzwist nicht gebaut werden. Wir müssen die Einheit unserer Bewegung wiederfinden, die Einheit jener Teile, die bedingungslos der zionistischen Bewegung angehören und mit beiden Füßen auf dem Boden der Zionistischen Organisation stehen. Nur im Zeichen dieser Einheit werden wir siegen! (Beifall.) JEHOSCHUA SUPRASKY (Allg., Erez Israel — spricht hebräisch): Die Allgemeinen Zionisten in Erez Israel haben bei ihren Beratungen vor den Wahlen nicht darüber gesprochen, was für Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden, sondern darüber, was der Kongreß in Zukunft leisten soll. Auch ich will nicht über die Vergangenheit sprechen, nicht die Exekutive und den Jischuv kritisieren, sondern sagen, was wir nach meiner Meinung in Zukunft tun müssen. In der heutigen Lage müssen wir an die große Rolle denken, die Erez Israel in dieser Stunde auferlegt ist, an den Großzionismus, weicher das Problem der Judennot zu lösen bestimmt ist. Die Frage der Verwirklichung des Großzionismus steht jetzt viel deutlicher vor uns als vor zwei oder vier Jahren. Auf der einen Seite ist das Judentum nicht nur in Deutschland sondern auch in Polen, Rußland und in anderen Ländern zerstört, anderseits zeigt der Jischuv schöpferische Kraft und Aufnahmefähigkeit für eine große Ali ja, die nicht nur den Aufbau des Judenstaates, sondern auch die Beseitigung der Judennot im Galuth bedeutet. Es gibt keinen Ort in der Welt, wo das Judentum Zuflucht finden könnte, außer Erez Israel. Aber wir dürfen uns nicht mit Bruderkämpfen befassen und in einer vergifteten Atmosphäre leben. Die Allgemeinen Zionisten bringen Anträge, wie in den nächsten Jahren eine große Alija in Erez Israel verwirklicht werden soll. W7ir haben die Möglichkeit, in den nächsten fünf Jahren den Jischuv zumindest auf eine halbe Million Juden zu bringen. Dieses Problem muß alle Teile der zionistischen Bewegung und den ganzen Jischuv einigen, nicht nur deshalb, weil Palästina die einzige Zuflucht ist, sondern auch deshalb, weil wir keine Hoffnung haben, daß der Judenstaat in naher Zukunft erstehe, wenn wir jetzt nicht unsere Kräfte vereinigen. Wenn wir jetzt nicht zielbewußt arbeiten, so werden vielleicht schwere Zeiten über uns kommen. Unsere Nachbarn organisieren sich immer stärker, und ihre Jugend, die im Auslande gelernt hat, wird bald auf der politischen Bühne erscheinen. Die Möglichkeit der Alija ist gerade jetzt

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