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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 292

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 292 (sequence 292)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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292 g. Kongreßsitzung: Generaldebatte rion davon spricht, daß es sich bei der Histadruth um eine Gewissensfrage handelt, so muß man doch verstehen, daß es auch bei uns eine Gewissensfrage ist. Das religiöse Judentum hat keine Zwangsmittel. Wir fordern Einsicht und vor allem Gleichberechtigung. Letzthin hat sich in Rechobot ein charakteristischer Fall zugetragen. Es war eine große Aufregung, weil man eine gewisse Arbeit für den i. Mai vergeben hatte. Es folgten Interpellationen im Waad Hamoschav usw. Bei mir ist der i. Mai vorläufig noch kein großer Jontev, aber wir verstehen Eure Gefühle und wir verstehen die Aufregung. Aber wir verlangen, daß man auch uns versteht und einsieht, daß Sabbathverletzung für das religiöse Judentum mindestens so schwer wiegt, wie bei Euch eine Verletzung des i. Mai. Ich wiederhole: Wir fordern Gleichberechtigung. Der ganze Zionismus ist eine Frage des guten Willens, aufgebaut auf gegenseitiger guter Beziehung. Wir haben keinen staatlichen Zwang und darum müssen wir bei uns allen den guten Willen pflegen. In Erez Israel besteht ein großer Unterschied zwischen der alten Arbeitergeneration und der heranwachsenden Jugend. Wer im Cheder und in der Jeschiva war, wird durchs ganze Leben vom jüdischen Geist geleitet, auch wenn er die Jeschiva verlassen hat. Aber die Jugend, die jetzt heranwächst, ist weit von diesem Geist entfernt. Diese neue Jugend ist eine ernste Gefahr für die Arbeit in Erez Israel. Es ist ein großer Fehler, daß man Religion immer mit dem Kampf gegen die Arbeiterklasse zu identifizieren sucht. Und es ist das große Verdienst des Hapoel Hamisrachi, daß er diese Legende zerstört und bewiesen hat, man könne ein guter Arbeiter und Anhänger der Arbeiterbewegung und doch religiös sein. Daher darf man in dem religiösen Arbeiter keinen Gegner des allgemeinen Arbeiters sehen. Das haben wir klar bewiesen. Wir haben noch viele andere Probleme zu lösen: Das Verhalten der Histadruth im Galuth stört die Einigung, die wir in Palästina geschlossen haben. Weiters weise ich auf die Palästinaämter hin und auf die völlig unerträglichen Zustände, die dort herrschen. Die aggressive Stellung unserer Chaverim in Polen gegen die Linke hat einfach ihren Grund darin, daß sie sich als die Verfolgten und Euch (weist auf die Linke) als Verfolger empfinden. Wir müssen uns sagen: Wenn es Verständigung gibt, dann auf der ganzen Linie! Wenn wir uns in Erez Israel verständigt haben, im Galuth aber der Kampf gegen unsere Jugend, gegen unsere chaluzische Einwanderung unbeschränkt weitergeht, dann wird auch die Verständigung in Erez Israel nicht von Dauer sein. Mit dem, was Ben Gurion hier über die nationale Arbitrage gesprosprochen hat, sind wir nicht einverstanden. Wir kennen die gespannten Beziehungen auf diesem Gebiete und müssen denen, die diesen Kampf künstlich aufbauschen, indem sie sagen, daß wir gegen nationale Arbitrage sind, diese Waffe aus der Hand nehmen und selbst eine solche Institution schaffen, die uns bei der Beruhigung des Jischuv und auch auf dem Gebiete der jüdischen Arbeit helfen wird. Es gibt in Erez

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