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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 279

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 279 (sequence 279)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8686-3484836
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Sokolotv 279 Hillel Zlatopolski. Sein Leben war voll Mühsal, und ein grauenvoller Mord hat es beendet. Aber sein Leben war auch voll von Licht. Er war ein ausgezeichneter Schriftsteller, ein geistvoller Hebraist. Er leistete außerdem als Organisator Großes für kulturelle Institutionen; viele hebräische Schulen und kulturelle Institutionen hat er selbst erhalten. Aber auch, als er dazu materiell nicht mehr imstande war, hat er einen großen Teil seiner Zeit der Sorge um die Erhaltung kultureller Institutionen gewidmet. Er war wie eine hell brennende Fackel, die in tragischer Weise erlosch, aber in der Geschichte des Zionismus leuchten wird für immer. Ich will mit Liebe eines der Ersten in der zionistischen Bewegung, des Dr. David Alcalay aus Belgrad, gedenken. Auch dieser Name zählt zu den historischen Namen im Zionismus. Er stammt aus der Zeit des Hirsch Kalischer, war ein sephardischer Rabbiner in einem kleinen Städtchen in Serbien, durchreiste die ganze Welt und predigte überall die zionistische Idee. Er hat auch viele zionistische Broschüren verfaßt. Alle zionistischen Historiker erwähnen seine Tätigkeit. Der Name Alcalay ist ebenso wie der Name Bentwich ein Symbol für eine zionistische Familie. Ich will eines zionistischen Mitarbeiters und populären Redners, der in den Ländern des ehemaligen Oesterreich besonders bekannt war, des lieben Löbl Zlauhes, gedenken. Er war ein Symbol der zionistischen Popularität und der Volkstümlichkeit. Er wirkte sowohl durch Propagandareisen, als auch durch zionistische Tätigkeit in seinem Wohnorte. Vielleicht der Aelteste aller Zionisten, Dr. Rüben Bierer, ein gebürtiger Lemberger, lebte lange in Bulgarien, schrieb damals regelmäßig für „Hazefira", ist dann in seine Heimat zurückgekehrt und hat wertvolle zionistische Arbeit geleistet. Er ist fast hundert Jahre alt geworden. Dr. Ludwig Singer, Abgeordneter des cechoslovakischen Parlaments, Führer der jüdischen Partei in der Gechoslovakei, der in der Minderheitsarbeit mit uns tatkräftig gearbeitet hat, ist in verhältnismäßig jungen Jahren von uns gegangen. Dr Morris Symonds aus Sidney in Australien hat für den Zionismus große materielle Opfer gebracht. Er hat in der hebräischen Universität in Jerusalem einen Saal gestiftet, der seinen Namen trägt. In seinem Lande, das von zionistischer und jüdischer Arbeit nichts wußte, hat er die Zionistische Organisation begründet. Zwei Brüder, deren Namen den deutschen Zionisten und uns allen teuer sind, sind kurz hintereinander gestorben: Dr. Elias und Dr. Isaak Strauß; ihr Hingang bedeutet einen großen Verlust für unsere Bewegung- Ich erwähne weiters den hebräischen Schriftsteller und begeisterten Zionisten Simon Menachem Lager, Redakteur des „Hamaggid", der viele wertvolle Bücher geschrieben und in den letzten Jahren seines Lebens an einem großen hebräisch-deutschen Wörterbuch mitgearbeitet hat.

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