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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 273

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 273 (sequence 273)
Language
German, English, Hebrew
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Goldmann 273 des Kongresses noch nicht den Mut dazu hat, an die Liquidierung der Agency heranzugehen. Wir glauben, daß die leere Fiktion der erweiterten Jewish Agency mit der künstlich geschaffenen Maschinerie desorganisierend wirkt und daß dieser Sache ein Ende gemacht werden muß. Wenn der Kongreß den Mut und die Kraft haben wird, die zionistische Bewegung zu konsolidieren, zu der all diejenigen gehören sollen und müssen, die mit dem Zionismus auf Tod und Leben verbunden sind, die bereit sind, im Zionismus mitzuarbeiten und nicht nur als Gäste dabeizusitzen, stets mit einem Fuß draußen; — wenn es dem Kongreß gelingen wird, die psychologischen und moralischen Voraussetzungen für eine erneuerte Bewegung in organisatorischer und politischer Hinsicht zu schaffen, dann wird die zionistische Bewegung die große Rolle innerhalb des jüdischen Volkes spielen können, die sie leider in den letzten zwei Jahren nicht gespielt hat. Es existiert jetzt eine ungeheure Palästinabewegung unter dem jüdischen Volk und sie wird von Tag zu Tag stärker, weil die objektiven Verhältnisse die jüdischen Massen in den nächsten Jahren zu einer großen Wanderung nach Palästina zwingen werden. Es ist unsere historische Aufgabe, diese Palästinabewegung ganz in unsere Organisation einzubeziehen. Wenn wir eine starke Organisation schaffen werden, aufgebaut auf freiwilliger Disziplin und der Fähigkeit, sich den Beschlüssen der Majorität zu unterwerfen und die anderen zu respektieren, auch wenn sie anderer Meinung sind, dann werden wir die Palästinabewegung des jüdischen Volkes führen. Sich dem Willen der Mehrheit fügen, ist Demokratie. Wenn wir dies lernen werden, dann werden wir imstande sein, die Gefahr zu bannen, die darin liegt, daß die Organisation, die eine solche Palästina-Stimmung und Palästina-Bewegung geschaffen hat, innerhalb ihrer Reihen die Disziplin, die Reinheit und die Willenskraft nicht besitzt, um diese Palästinabewegung in sich einzuschließen. Wenn wir den neuen Bau der Zionistischen Organisation mit innerlicher Disziplin und Solidarität aufrichten — und diejenigen, die diesen Weg nicht beschreiten können, dürfen nicht in der Organisation sein, — dann werden wir zum jüdischen Volke gehen und die Palästin abe weg ung in allen ihren Schattierungen in uns aufnehmen können. Wir wollen das gesamte Volk, das sich um Erez Israel konzentriert, repräsentieren. Dies soll aber unter der Leitung und der Autorität der Organisation erfolgen. Ich bin nicht für neue Endziele, denn ich hatte auf dem XVII. Zionistenkongreß das Vergnügen, siebzehn Formeln von Endzielen zu formulieren. Aber Ihr (wendet sich zu den Revisionisten), die Ihr jeden Tag mit dem Gedanken des Judenstaates operiert, der das Alpha und Omega Eures Programms darstellt, Ihr müßt doch verstehen, daß die Organisation, die zur Errichtung des Judenstaates geschaffen wurde, erst durch Disziplin, Unterordnung und Solidarität die Kraft gewinnen kann, die ein normaler Staat durch Machtmittel erzielt. Es muß der Disziplinlosigkeit, der Zerrissenheit und dem Sichnichtunterwerfen unter die Beschlüsse der maßgebenden 18

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