Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 274 (sequence 274)
- Language
- German, English, Hebrew
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274 8. Kongreßsitzung: Generaldebatte Instanzen der Zionistischen Organisation ein Ende gesetzt werden. Sonst kann gerade das nicht errichtet werden, was Ihr als das Alpha und Omega des Zionismus hinstellt (Stürmischer Beifall). RABBI MEIR BERLIN (Misr., Amerika — sf rieht hebräisch): Vor der Eröffnung wandte ich mich an die Zionistische Exekutive in London mit dem Ersuchen, es mögen für den Kongreß hebräische Stenographen angestellt werden, da ich hoffte, daß die meisten Delegierten hebräisch sprechen werden. Leider schäme ich mich zu sagen, daß die Führer von großen Parteien, darunter auch solche, die aus Erez Israel stammen, alle möglichen Sprachen gesprochen haben, nur nicht hebräisch. Aber noch schlimmer ist es, daß man mir, als ich heute Abend um das Stenogramm meiner gestrigen Rede bat, ein deutsches Protokoll übergab. Man sagte mir, daß die Stenographen das Protokoll deutsch anfertigen und daß es kein hebräisches Stenogramm auf dem Kongreß gibt. BERL LOCKER (Mitgl. d. Ex. — spricht hebräisch): Noch bevor wir das Schreiben von Rabbi Meir Berlin bekommen haben, haben wir uns darum gekümmert, daß ein hebräisches Stenogramm angefertigt werde. Wir haben den besten Stenographen Erez Israels, Herrn Maimon, engagiert. Ich wußte aber nicht, daß aus technischen Gründen die Stenographen das Stenogramm sofort deutsch anfertigen. Wir werden dafür Sorge tragen, daß von jetzt ab und weiter das Stenogramm hebräisch angefertigt wird. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Der Delegierte Berl Katznelson will im Namen der Arbeiter-Fraktion eine Deklaration vorbringen. Das Präsidium ordnet jetzt zunächst eine Pause von zehn Minuten an. (Nach Wiederaufnahme der Sitzung:) VORS. PRÄS. MOTZKIN: Ich teile dem Kongreß mit, daß das Präsidium über die vom Del. Katznelson eingebrachte Resolution beraten und im Hinblick auf ihren wichtigen Inhalt beschlossen hat, die Sitzung nicht fortzusetzen, sondern auf Sonntag, 8 Uhr abends zu verschieben. Bis dahin hofft das Präsidium im Besitz aller Auskünfte und Materialien zu sein, die zur Behandlung der Deklaration notwendig sind. Um jedoch keine Zeit zu verlieren, hat das Präsidium den Beschluß gefaßt, daß sich die Fraktionen Sonntag früh um io Uhr, versammeln, um die Mitglieder der Kommissionen zu bestimmen, so daß die Kommissionen schon um ii Uhr vormittags ihre Arbeit beginnen können. Sonntag, um io Uhr vormittags, tritt auch der vom A.C. eingesetzte Sechserausschuß und um i Uhr das Kongreßpräsidium zusammen, das über die endgültige Zusammensetzung des Permanenzausschusses entscheiden wird. (Zwischenrufe: Das Kongreßpräsidium hat über die Zusammensetzung des Permanenzausschusses nicht zu bestimmen. Wir haben kein Vertrauen zum Präsidium.) Es geht nicht an, daß Sie auf Schritt und Tritt erklären, daß Sie zum Präsidium kein Vertrauen haben! Sie stören dadurch jede Arbeit. Sie müssen zum Präsidium Vertrauen ha-