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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 265

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 265 (sequence 265)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Schechtmann 265 Frage in Erez Israel überhaupt: Die Frage der Sicherheit ist jene Frage, an der alle unsere Bestrebungen, das politische Regime in Erez Israel zu ändern, zerschellen werden. Solange wir der englischen Regierung nicht sagen können, daß sie sich um die Sicherheit der jüdischen Kolonisten in Palästina nicht mehr zu kümmern brauche, daß wir selbst unseren Schutz stellen werden, bis dahin werden wir uns die Köpfe wie an einer eisernen Mauer einrennen. Es ist klar: die erste und einzige Voraussetzung für Kolonisation ist das System der englischen Politik. Bei ihr liegt der Schlüssel, das heutige politische Regime, das Transjordanien von Erez Israel abgetrennt hat, zu ändern. Es ist eine gefährliche Illusion, wenn der gewesene zionistische Führer vor einiger Zeit erklärt hat: „Wenn auch die Balfour-Deklaration den Jordan nicht überquert, die Juden können es trotzdem tun". Das heißt also: die heutige politische Situation eines unabhängigen arabischen Transjordanien kann unverändert bestehen bleiben und die Juden können dennoch, ohne politische Garantie, Transjordanien kolonisieren. Das ist die größte, gefährlichste, verbrecherischeste Illusion. Die Frage von Transjordanien ist, wie jede zionistische Frage, keine ökonomische, sie ist eine politische Frage, die nur mit politischen Methoden innerhalb des ganzen Komplexes der zionistischen politischen Offensive gelöst werden kann. Die zionistische Politik muß den circulus vitiosus an der Stelle durchbrechen, wo es notwendig ist: in London, in den Beziehungen der Mandatarmacht zu uns. Sie muß offen erklären — und wir werden eine diesbezügliche Resolution vorbringen — daß das Ost- und Westjordanland eine historische, politische und wirtschaftliche Einheit sind, laut dem Mandat ein einheitliches, geschlossenes Gebiet für die jüdische Kolonisation, ebenso wie die Idee der Schaffung eines jüdischen Staates unter „Palästina" das Land zu beiden Seiten des Jordan versteht (Beifall). Statt dessen ist Trans jordanien kein Gebiet der jüdischen Kolonisation, sondern ein Ausgangspunkt von Unsicherheit und einer systematischen arabischen Immigration nach Palästina. Auf der letzten Sitzung der Mandatskommission des Völkerbundes hat der deutsche Vertreter Ruppel gefragt, wie es geschehen konnte, daß in der offiziellen Statistik nur die Einwanderung von 212 Arabern erfaßt ist, und der englische Vertreter mußte zugeben, daß es hier keine Registrierung gebe, sondern eine freie Einwanderung. Der „Dawar" hat festgestellt, daß von der ersten Volkszählung im Jahre 1922 bis zur zweiten Volkszählung im Jahre 1931 über 80.000 Araber frank und frei eingewandert sind. So kann man keine jüdische Majorität schaffen. Auf diese Verhältnisse muß das jüdische Volk eine richtige Antwort geben. Und diese Antwort ist der Hinweis auf sein natürliches Recht. Das jüdische Volk wird sich nicht künstlich um dieses natürliche Recht bringen lassen und wird diese chinesische Mauer durch eine legale und illegale Immigration durchbrechen. Der gewaltige Emigrationshunger des jüdischen Volkes muß eine neue Wendung der zionistischen und der internationalen Politik bringen.

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