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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 264

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 264 (sequence 264)
Language
German, English, Hebrew
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264 8. Kongreßsitzung: Generaldebatte Worte sagen, die aus einem zionistischen Munde nicht hätten kommen dürfen (Beifall). Nach Passfields Weißbuch veröffentlichte die Exekutive der Jewish Agency eine von dem politischen Sekretär Leonhard Stein abgefaßte offizielle Antwort darauf, in der es hieß, Trans jordanien solle eine Bodenreserve für sarabische Kolonisation werden, für die Araber, die diesseits des Jordans von ihrem Boden verdrängt worden seien. Besser, ein solcher Vorschlag wäre überhaupt nicht geboren worden, als daß er von einer Zionistischen Exekutive gekommen und im A.C. und in der zionistischen Presse verteidigt worden wäre. Das ist mehr als Schweigen, das ist Verrat an Transjordanien (Lebhafter Beifall). Auf der letzten Sitzung des A.C. hat man viel von Trans jordanien gesprochen und dort wurde vielleicht die gefährlichste Illusion geschaffen, die überhaupt in diesem Teil der zionistischen Politik bestehen kann. Man schuf einen künstlichen circulus vitiosus. Man sagte: Was soll man tun? Wendet man sich wegen Trans jordanien an die englische Regierung, so sagt sie, das sei Sache des Oberkommissärs. Wendet man sich an den Oberkommissär, so sagt er, Transjordanien sei ein souveränes Land, man müsse sich an den Emir Abdullah wenden. Wendet man sich an Emir Abdullah, so sagt er: Was wollt Ihr von mir, wir sind ein konstitutionelles Land, wendet Euch an das Parlament oder die öffentliche Meinung. Wendet man sich an die Notabeln, sagen sie: Seid Ihr aber dumm, Ihr wißt doch, daß der Schlüssel zu diesem Land nicht bei uns, sondern bei der englischen Regierung in London liegt. Und man sagte uns, man müsse diesen Kreis an der Stelle des geringsten Widerstandes durchbrechen, das seien die Araber Transjordaniens. Man müsse eine Verständigung mit ihnen suchen, da sie die jüdische Kolonisation brauchen. Wir haben damals gewarnt, daß das gefährlich sei; denn der Schlüssel liegt dort, wo die klugen arabischen Scheichs und Effendis ihn sahen, bei der Regierung in London. Und wir wissen, was geschehen ist. Ein Teil der Exekutive der Jewish Agency knüpfte, ohne Rücksicht auf den Widerstand und die Sabotage (Rufe: Hört, hört!) anderer Exekutivmitglieder, Verhandlungen mit arabischen Scheichs an. Hunger und. Mißernte habe diese Araber gezwungen, auf diese Verhandlungen einzugehen und sich mit der Verpachtung von mehreren tausend Dunam einverstanden zu erklären. Die Verhandlungen standen vor dem Abschluß, als sie plötzlich abgebrochen wurden. Was war geschehen? England hatte den Abschluß nicht zugelassen. Und wenn früher darüber noch Zweifel bestanden, so hat auf der letzten Tagung der Mandatskommission der Vertreter der Palästina-Regierung Young erklärt, daß die Mandatarmacht keine jüdische Kolonisation in Trans jordanien wolle, im Gegenteil, sie sei dagegen, es sei nicht genügend Boden vorhanden, die Bevölkerung wolle gar nicht die Juden, die Hauptsache aber — und hier hatte sie Recht — es sei keine genügende Sicherheit in Trans jordanien vorhanden. Und hier kommen wir zu dem schmerzlichsten Punkt der jüdischen

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