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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 263

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 263 (sequence 263)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Schechtmann 263 klärungen und Lobgesängen für den neuen Oberkommissär nicht gespart. Wir verschließen uns allerdings nicht der Tatsache, daß im Vergleich mit dem früheren System, das in Erez Israel herrschte und das ich mit keinem anderen Ausdruck als mit dem russischen Wort „Chamstwo" bezeichnen kann, das heutige System in Erez Israel ein Fortschritt ist. Es ist richtig — wir haben es mit einem kultivierten und höflichen Gentleman zu tun, der begreift, daß man mit den Vertretern der Jewish Agency höflich und korrekt reden muß. Aber das ist auch alles, was wir in Erez Israel erreicht haben. Es gibt dagegen eine ganze Reihe von Akten, die gerade während dieses „prozionistischen" Regimes Wauchope geschehen sind, und die alles eher denn prozionistisch genannt werden können. Wir erinnern uns an die Geschichte mit Wadi Chawarith und Mifraz Haifa; wir erinnern uns an die einprozentige Einkommensteuer, die hauptsächlich eine Last für die jüdische Bevölkerung gewesen wäre; wir erinnern uns, daß gerade unter dem Regime Wauchope die Frage des Parlaments akut wurde; wir erinnern uns, daß das Regime Wauchope die Bodengesetzgebung geschaffen hat, welche den Bodenkauf beschränkt, ja unmöglich macht; wir erinnern uns, daß unter dem Regime Wauchope die jüdische Polizei in Tel Aviv abgeschafft wurde; wir erinnern uns, daß unter dem Regime Wauchope die von der Jewish Agency verlangte Zahl der Zertifikate, wie Ihnen schon Herr Brodetsky mitteilte, um 40 — 50 — 600/0 gekürzt wurde; wir erinnern uns, daß unter dem Regime Wauchope die ersten Schritte, die wir für die Kolonisation Transjordaniens machten, sabotiert und unmöglich gemacht wurden. Und da sagt man, daß unter diesem Regime eine neue Epoche gekommen sei! Man begnügt sich mit sehr billigen Erfolgen, und das bedeutet Täuschung der jüdischen Oeffentlichkeit (Beifall). Trans Jordanien bildet ein besonderes Kapitel, eines der dunkelsten Blätter in der Geschichte der zionistischen Politik. Vor zwölf Jahren wurde Transjordanien von Erez Israel abgetrennt, vor zehn Jahren wurde diese Abtrennung durch einen gesetzgeberischen Akt sanktioniert. All die Jahre, die seither vergangen sind, hat die Zionistische Organisation geschwiegen und kein einziges Mal einen Protest eingelegt, der beweisen soll, daß wir diese Annexion, die den Körper von Erez Israel zerschneidet, nicht anerkennen. Wir Revisionisten waren die erste Gruppe, die noch im April 1925, bei unserer Gründungskonferenz, die Vereinigung Transjordaniens mit Erez Israel proklamiert hat, und sind die einzigen geblieben. Man hat uns wegen dieser Forderung ausgelacht. Jahrelang hat man geschwiegen und hat unsere Forderung als Hirngespinst betrachtet. Aber die jüdische Irredenta war Objekt unserer Politik und Propaganda. Vor zwei Jahren erinnerte man sich plötzlich in zionistischen Kreisen, daß es ein Transjordanien gebe, das unser Land ist, das das natürliche Hinterland für unsere zionistische Kolonisation bilden muß. Man hat das „Tabu" von Trans jordanien weggenommen, hat erlaubt, über Transjordanien zu reden. Vielleicht wäre es aber besser gewesen, wenn diese Kreise auch weiterhin Trans jordanien vergessen hätten, als daß sie darüber

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