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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 242

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 242 (sequence 242)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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242 7. Kwtgreßsitzung: Generaldebatte uns davor hüten, daß die Regulierung der Einwanderung abhängig wird vom Ausfall der Kongreßwahl. Es hat eine Zeit gegeben, wo die Palästinaämter nur von den Linken kontrolliert waren. Wir haben auf dem letzten Kongreß den Zustand geändert, aber ich sage Euch, daß auch der jetzige Zustand ein ungesunder ist. Macht nicht den Fehler, den alle Sieger machen! Glaubt nicht, daß Ihr ewig sein werdet! Ich habe schon eine sozial-revolutionäre Partei in Rußland gesehen, von der nichts übrig geblieben ist. Und ich habe in Deutschland eine siegreiche sozialdemokratische Partei gesehen, von der auch nichts übrig geblieben ist. Denkt also daran, daß es auch einmal anders kommen kann! Und folgt lieber dem richtigen Rate eines Gegners, als dem falschen Rate eines Freundes! Die Palästinaämter dürfen nicht abhängig sein vom Resultat der Wahlen, und die jüdische Einwanderung soll sich nicht darnach richten, wie das Stimmenverhältnis bei den Wahlen ist! Es muß ein anderes System geschaffen werden, eine richtige Verteilung. Wir kämpfen nicht gegen Euch, wir haben durchaus nicht die Absicht, Euch zu vernichten, wir wollen Euch nur auf den richtigen Platz stellen; das ist unsere Aufgabe. Ich will noch mit einigen Worten die Frage der Jewish Agency berühren: Die vier vergangenen Jahre haben bewiesen, daß Ihr Euch getäuscht habt. Vor einem halben Jahr gab es einen Lichtpunkt, da stand im „Davar", daß die Jewish Agency ein Unsinn sei. Jetzt hören wir wieder eine andere Melodie. Wir kommen mit einem konkreten Vorschlag. Wir verlangen die Kündigung des Vertrags der Jewish Agency. Nicht weil wir die nichtzionistischen Persönlichkeiten nicht für gute Juden halten, aber sie sind uns ziemlich fremd, sie kennen nicht unsere Psychologie und unsere Ideologie. Wir schlagen folgenden Vorgang vor: Zunächst Kündigung, dann, während der Zeit der Kündigung, konstruktiven Abbau, drittens Schaffung einer neuen Instanz, welche die Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet mit allen jenen Nichtzionisten, die sich am Aufbau Erez Israels beteiligen wollen, ermöglicht. Das ist nicht dramatisch, nicht deklamatorisch, aber konstruktiv. Wir wollen unsere Beziehungen zu den Fonds klarstellen. Es wurden jetzt verschiedene Referate über die Fonds gehalten. Man hat versucht, alle diejenigen, die gegen die gegenwärtigen Methoden der Fonds sind, in den Verdacht zu bringen, sie wären gegen jede Methode der Sammlung von nationalem Kapital. Das stimmt nicht. Wir sind nicht gegen die Schaffung von nationalen Fonds, wir sind gegen das System der Philanthropie, das bei diesen Fonds herrscht. Wir wollen nicht das heutige System des Keren Hajessod fortsetzen. Ich will nicht leugnen, daß in den Jahren 1922 und 1924 der Keren Hajessod unter den damaligen Verhältnissen seine Aufgabe erfüllt hat. Heute ist es aber nicht der Fall. Heute ist der Keren Hajessod mit seinen 300.000 Pfund jährlich eher eine Störung für eine ganze Reihe von anderen Unternehmungen in Erez Israel. Wir wollen den KKL beibehalten, ihn stützen, aber Verwaltungsreformen im System von Keren Kayemeth einführen. Wir wollen auf eine gewisse Zeit den Keren Ha-

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