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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 243

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 243 (sequence 243)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8650-3484800
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Großmann 243 jessod beibehalten, aber nicht in seiner gegenwärtigen Form, sondern als nationalen Garantiefond, als Sicherungsfond für eine ganze Reihe von Unternehmungen. Wir können das System nicht fortsetzen, auf Grund dessen 51/2 Millionen Pfund gesammelt wurden und so gut wir gar nicht erreicht wurde, daß der Keren Hajessod heute kreditfähig wäre. Wir sind für die Fonds. Wir wollen aber den Fonds andere Formen geben, angepaßt an die neuen Verhältnisse des Jischuv in Erez Israel. Heute gibt es in der kleinsten Bank in Erez Israel größere Depots, als die Sammlungen des Keren Hajessod im Laufe von zwei Jahren betragen. Man muß sich den neuen Verhältnissen in Erez Israel anpassen. Ich will auf noch eine Frage eingehen, die auf diesem Kongreß behandelt werden muß. Diese Frage betrifft besonders die Mehrheit des Kongresses. Wir erklären, daß die Form des Klassenkampfes in Erez Israel, die heute besteht, nicht fortgesetzt werden darf. Herr Ben Gurion hat heute auf dieser Tribüne erklärt: Wir Arbeiter werden als Klasse niedrigen Ranges in Palästina behandelt. Wenn sich doch die jüdische Bourgeoisie in Erez Israel in einem solchen Zustande befände! (Beifall, Zwischenrufe.) Nicht, daß ich dem jüdischen Arbeiter seine Rechte nicht vergönne, die er sich erkämpft hat! Aber sein Weg des Kampfes kann nicht unser Weg sein. Wir wollen keine Faustherrschaft und keinen Klassenkampf in Erez Israel. Wir wollen einen Ausgleich und nationale Arbitrage. Wir wollen nicht Euer Monopol (Beifall). Es stimmt, Ihr seid nach Erez Israel dreißig Jahre vor uns gekommen, und wir werden zur gehörigen Zeit die Leistungen der ersten Pioniere in Erez Israel zu schätzen wissen. Aber Ihr dürft nicht an den Toren Erez Israels stehen und jeden Einwanderer kontrollieren, Ihr dürft nicht für Eure Arbeitsnachweise und für Eure Organisation eine Monopolstellung verlangen. Ihr werdet nicht bestimmen, daß ich mir meine Arbeitskarte bei Ben Gurion hole (Beifall). Es handelt sich dabei nicht um Klassenkampf, um Liebe oder Haß gegen den Arbeiter. Es ist lächerlich, von einem Haß gegen den jüdischen Arbeiter zu sprechen. So etwas kann man vielleicht auf einem Wahlmeeting sagen, aber nicht in diesem Saal, wo ernste Menschen sitzen, die wissen, was in Erez Israel vorgeht. Wir werden dem Kongreß eine Reihe von Resolutionen überreichen wegen Errichtung von nationaler Arbitrage, von nationalen oder munizipalen Arbeitsnachweisbüros, damit der Jude, der nach Erez Israel kommt, nicht in dem Netz einer rein sozialistischen Partei gefangen werde (Beifall). Und ich glaube, daß wir bei diesem Kongreß und äußerhalb desselben Unterstützung finden werden. Ich weiß nicht, wer hier die Mehrheit und wer die Minderheit ist (Lachen links). Ihr habt die Mehrheit von zwei Stimmen durch einen Zufall erreicht. Und trotz der Zusage von Grünbaum habt Ihr nicht die Mehrheit auf diesem Kongreß. Wir müssen auf der Wacht eines großen Zionismus, einer freien Alija, der Wahrung der Rechte der Zionistischen Organisation stehen, wir müssen, wie der Kongreß bewiesen hat, in einer so ernsten Angelegenheit wie sie das deutsche Problem ist, auf der Wacht sein. 16*

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