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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 239

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 239 (sequence 239)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Grünbaum, Großmann 239 Mitglied der Exekutive verschwinden würde, so würde sich die Konjunktur für uns auf der Welt bessern? Sie suchen nicht uns zu stärken, im Gegenteil, sie suchen uns zu demoralisieren und zu destruieren. Und ich glaube, daß mit einer solchen Strömung schließlich dasselbe wird geschehen müssen, wie es schon einmal bei uns mit dem territorialistischen Flügel geschehen ist (Lebhafter Beifall). MEIR GRÖSSMANN (Demokr. Rev., A.C. — spricht jüdisch): Geehrter Kongreß, ich halte es für meine Pflicht und betrachte es als Vergnügen, meine ersten Worte in der Generaldebatte dazu zu benützen, um unsere aufrichtigsten und besten Glückwünsche dem Altmeister des konstruktiven Zionismus, Menachem Ussischkin, zu übermitteln. Infolge eines bedauerlichen Irrtums waren wir während der Ussischkinfeier im Saal nicht anwesend. Daher benutzen wir diese Gelegenheit, um ihm noch lange Jahre voll Arbeit zu wünschen, ihm zu wünschen, daß er weiter seinen gleichen Weg beschreite, ohne nach rechts und insbesondere ohne nach links zu blicken (Beifall und Heiterkeit). Ich sage offen, daß ich enttäuscht und deprimiert auf dieser Kongreßtribüne stehe. Die schwachen Hoffnungen, die wir alle während des Wahlkampfes hatten, es würde uns vielleicht gelingen, auf diesem Kongreß eine gemeinsame Front zu schaffen, diese Hoffnungen sind nun durch die Taktik und die Handlungsweise der Partei zunichte geworden, die fast die Mehrheit der Stimmen bekommen hat. Wenn Ihre und unsere Wähler in diesen Saal hereingekommen wären und zugeschaut hätten, was hier in den vier, fünf Tagen vor sich gegangen ist, so hätten sie uns alle aus diesem Saal hinausgejagt, um der Sache ein Ende zu machen (VORS. PRÄS. MOTZKIN: Diese Worte sind nicht angebracht!). In dem gegenwärtigen Moment, wo das gesamte jüdische Volk von uns ein Wort über einen neuen, konstruktiven Weg, einen Versuch, alle unsere Kräfte zu vereinigen, erwartete, ist die herrschende Partei hierhergekommen, um Parteiabrechnungen zu machen, um ihre Kraft zu beweisen, sie hat unsere kostbare Zeit und Energie für Abrechnungen mit ihrem Gegner verwendet und die Atmosphäre so vergiftet, daß wir schon heute müde, gespalten und einander fremd dasitzen, sodaß die Welt von diesem Kongreß nichts mehr zu erwarten hat. Die zionistische Welt hat erwartet, daß auf dem Kongreß eine nationale Konzentration geschaffen werden wird. Diese Hoffnung ist gleich an den ersten Kongreßtagen zunichte geworden. Wir müssen daher versuchen, zu retten, was noch zu retten ist. Wir betrachten das, was hier vorgeht, als eine große Gefahr für die Zionistische Organisation. Wir sehen darin einen Versuch, die Grundlagen der Demokratie (Lachen links), der gegenseitigen Verständigung in der Organisation zu zerstören. Es ist interessant, daß die Linken immer lachen, wenn das Wort „Demokratie" fällt. Ihr habt von Demokratie gesprochen, als Ihr in der Minderheit wäret. Demokratie ruft aber bei Euch Gelächter hervor, wenn Ihr in der Mehrheit seid (Zwischenruf: Wir lachen, wenn wir das Wort Demokratie aus Ihrem Mun-

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