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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 238

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 238 (sequence 238)
Language
German, English, Hebrew
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238 7. Kongreßsitzung: Generaldebatte will einen Gegensatz konstruieren zwischen dem verarmten jüdischen Bürger in dem kleinen polnischen Städtchen und seinem Sohn oder seiner Tochter, die sich in der Chaluzorganisation befinden (Lebhafter Beifall. Lärm). Es besteht kein Zweifel, daß der Zionismus über die pauperisierten und immer mehr verarmenden bürgerlichen jüdischen Massen nicht zur Tagesordnung übergehen kann. Man muß sich ihrer annehmen, doch nicht mit Phrasen und Versprechungen, von denen die Phrasendrescher selbst am besten wissen, daß es nur Phrasen sind. Helfen muß man ihnen, ernstlich helfen! Man darf nicht einem Menschen statt wirklicher Hilfe eine Resolution geben, eine Forderung, wie z. B., daß man England das Mandat wegnehmen und es einer anderen Macht übertragen werde (Zwischenrufe). Das heißt so viel, wie wenn man einem Hungrigen Papier statt Brot gäbe. Unsere gelernten Arbeiter und Handwerker müssen jetzt eine Möglichkeit bekommen, nach Erez Israel einzuwandern. Aber es soll kein Unterschied gemacht werden zwischen den Handwerkern, welche 150 Pfund haben, und denen, welche nur 100 oder gar nichts haben. Wenn wir Chaluzim ausbilden, so sollen wir trachten, sie nicht zu einer Konkurrenz für jene Fächer auszubilden, welche wir bereits innerhalb der jüdischen Massen reichlich haben. Man muß versuchen, neue Zweige des Handwerks zu erlernen, welche wir noch nicht haben. Es muß auch eine Möglichkeit geschaffen werden, die Juden, welche noch nicht alles verloren haben, auf dem Boden des Keren Kayemeth zu kolonisieren. Man muß der pauperisierten Masse, welche arbeiten will, Gelegenheit geben, in Erez Israel zur Arbeit überzugehen, weil ihnen das in ihren Wohnländern unmöglich ist. Ich möchte noch eine Frage kurz berühren, die Frage der inneren Sicherheit. Ich bin überzeugt, daß ich, mit Ausnahme der Chaverim aus Erez Israel, das größte Recht habe, hier über diese Frage zu sprechen (Lärm bei den Revisionisten). Ich will Euch aber nicht diese Genugtuung geben. Wir werden in den Kommissionen auf Grund von Tatsachen darüber sprechen und dann werden wir sehen, wie Ihr darauf reagieren werdet, wenn keine Claque da ist und Ihr keine Gelegenheit zu Demonstrationen habt, in denen Ihr solche Meister seid. Wir hören auf diesem Kongreß sehr oft historische Reminiszenzen. Ich möchte mir hier auch eine historische Reminiszenz erlauben: Wir haben schon einmal einen solchen Zustand der inneren Unsicherheit mitgemacht. Das war die Zeit, als der territorialistische Flügel bei uns die Politik verfolgte, jedes Mißgeschick, das uns traf, auf den Umstand zurückzuführen, daß wir uns mit Erez Israel verbunden hatten. Es blieb uns schließlich kein anderer Ausweg, als diesen Flügel abzuschneiden. Es ist heute eine ähnliche Zeit. Es gibt Menschen, es gibt eine Gruppe unter uns, welche jede äußere Frage in eine innere verwandeln wollen. An allen Mißerfolgen und Schwierigkeiten unserer Lage sei nicht die englische Regierung, nicht die Konjunktur, nicht die Schwäche des jüdischen Volkes schuld, sondern immer nur irgend ein Mitglied der Exekutive. Sind sie wirklich so naiv — ich wähle da ein sehr schwaches Wort — zu glauben, wenn diese Exekutive oder jenes

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