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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 235

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 235 (sequence 235)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Berlin, Grünbaum 235 nur ein Judentum der Arbeit, sondern eines, das von wahrhaft jüdischem Geist erfüllt ist. Wenn neue Menschen kommen, müssen sie von unseren guten Taten lernen. Wir müssen nicht nur das Volk aus dem Galuth befreien, sondern das innere Galuth dem Volke nehmen, das nach Palästina kommt. Es steckt noch tief genug in uns. Wir alle sind verpflichtet, darauf hinzuwirken. Der Sinn unserer Bewegung ist das Streben nach Vollkommenheit, Vollkommenheit im Staat, Vollkommenheit im Glauben, Vollkommenheit im Leben. Ein Volk, ein Gott, das ist unsere Parole (Lebhafter Beifall). Um 14 Uhr 45 Min. tritt eine Sitzungspause ein. Die Sitzung wird um 16 Uhr wieder eröffnet. JIZCHAK GRÜNBAUM (Rad., A.C. — spricht jüdisch): Charakteristisch für diese Debatte im Vergleich mit früheren Kongressen ist die Tatsache, daß wir viel mehr Aufmerksamkeit den Fragen unseres inneren palästinensischen und jüdischen Lebens schenken, als den Problemen unserer äußeren Politik, als der Kritik an der Tätigkeit der Exekutive. Es macht den Eindruck, als ob die Redner den Weg weitergehen wollten, den Weg eines Cheschbon Hanefesch, einer Rechenschaft der ganzen Organisation statt einer Kritik der Tätigkeit der Exekutive. Ich weiß nicht, ob das ein gutes oder ein böses Zeichen für den Kongreß ist, ich weiß nur, daß die inneren Streitigkeiten unsere Aufmerksamkeit viel mehr in Anspruch nehmen als sonst. Damit soll nicht gesagt sein, daß in unserer äußeren Politik alles in Ordnung ist, das wäre ein gefährlicher Irrtum. Wenn auch die Lage in Erez Israel in politisch-rechtlicher Hinsicht jetzt besser ist als zur Zeit Passfields, so wird doch keiner behaupten, daß die Prinzipien und Weisungen des MacDonald-Briefes, welche das Passfield-Regime in Erez Israel liquidieren sollten, jetzt beachtet und verwirklicht sind. Im Großen und Ganzen sind die Tendenzen der englischen Politik gegenüber unseren Zielen in Erez Israel dieselben geblieben wie zur Zeit Passfields. Wir haben es noch mit den gleichen Gefahren zu tun, wie in jener traurigen Zeit. Selbst die Legende von den verdrängten Arabern, welche durch statistisches Material, das die Organe der britischen Verwaltung gesammelt haben, aus der Welt geschafft wurde, hat noch immer Einfluß und bestimmt manche Maßnahmen der palästinensischen und der britischen Regierung. Manche Gesetzesprojekte sind in Vorbereitung, die eine große Gefahr für unser Werk in Palästina bedeuten. Diese Tendenzen kamen auch in der Frage Transjordaniens zum Ausdruck. Man hat uns immer gesagt, wenn die Araber keinen Widerstand leisten, wenn unsere Bestrebungen sich in Uebereinstimmung mit den Interessen der arabischen Bevölkerung befinden, so werde die britische Macht nicht stören. Doch es scheint, daß die größte Störung in Hinsicht auf Transjordanien die Haltung der britischen Macht bildet; denn ein großer Teil der arabischen Bevölkerung Transjordaniens fordert die Juden auf, in ihr Land zu kommen. Dasselbe betrifft die Alija. Auf die Anforderungen der Exekutive

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