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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 234

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 234 (sequence 234)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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234 7- Kongreßsitzung: Generaldebatte ist berechtigt, sich als die wichtigste und einflußreichste Kraft im Volke zu betrachten. Ich schätze diejenigen, die ihre Kraft erkennen und zu diesem Kongreß als Bevollmächtigte einer Viertelmillion Juden gekommen sind. Ich bezweifle keine Wahl. Ich betrachte als Delegierte des Volkes und der Zionisten alle diejenigen, die auf diesen Bänken sitzen. Aber man sollte doch schließlich wissen, daß der Zionistische Kongreß noch nicht die gesamte Welt und die gesamte jüdische Nation darstellt (Beifall). Und wenn man von einer entscheidenden Kraft spricht, so sollte man doch wissen, daß nicht nur die Hände und nicht nur die Köpfe zur Kraft zählen, sondern auch die Friedhöfe, die alten Traditionen, die vergangenen Geschlechter, die Väter und Mütter für die Volkskraft von Bedeutung sind. Es gibt Dinge, die in der Seele der Nation lebendig dastehen, auch wenn andere kommen und sie entweihen. Und ich weiß noch nicht, wer die entscheidende Kraft im Volke darstellt. Wir sollten aber nicht unsere Kräfte messen. Er ist unserer Ansicht nach sehr wichtig, wenn wir geeint und geschlossen dastehen. Wehe uns, wenn wir aus diesem Kongreß mit einer Mehrheit und einer Minderheit gehen (Beifall). Ich spreche nicht über irgendeine Herrschaft, ich habe niemals nach der Herrschaft gestrebt. Herrschaft ist etwas vorübergehendes, die Bewegung ist ewig. Ich schätze jene, die da sagen, daß sie die Gefühle Anderer achten. Aber das ist nicht genug, es kommt darauf an, wie sich das innere Wesen in die Tat umsetzt. Was heute auf dem Gebiet der Tradition in Palästina geschieht, das ist Zügellosigkeit. Solltet Ihr nicht dagegen auftreten? Ihr müßt Euch darum bemühen, daß in der Leitung Männer sitzen, denen die Religion ein Heiligtum ist, damit sie Einfluß nehmen und kämpfen und die Menschen in ihrem Geiste lenken. Man spricht hier von Primat. Man sagt, das Primat gebühre der zionistischen Bewegung und es brauche kein anderes Primat zu geben. Für uns ist das Primat bei Gott und seiner Lehre. Wir stimmen zu, wenn man sagt, daß ein geistiges Zentrum ohne materielle Grundlage nicht bestehen kann. Ebenso kann es aber auch kein materielles Zentrum ohne Geist geben. Beides muß miteinander vereint sein. In Erez Israel müssen wir eine Vereinigung aller Auffassungen des ganzen Judentums anstreben. Es genügt nicht, die Menschen aus dem Galuth herauszuführen. Bei all unserem Streben, die Juden Deutschlands nach Palästina zu bringen, besteht die Gefahr, daß jene Juden, die das Judentum und seine Tradition verlassen haben, dort an ihren Gewohnheiten festhalten und noch manches von dem verderben werden, was da ist. Was die Sprache anlangt, so bin ich unbesorgt, daß alle sich Mühe geben werden, den deutschen Juden das Hebräische beizubringen. Ob das aber auch hinsichtlich der Wahrung des Sabbath geschehen wird, ist mir nicht im gleichen Maß sicher. Wir hoffen, daß diese Dinge auf diesem Kongreß geregelt werden und daß es nicht so weitergehen wird wie bisher. Es ist die Zeit gekommen, alle Parteilichkeit zu überwinden und den Geist des Judentums zu erkennen, um ein vollkommenes Judentum zu schaffen, nicht

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