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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 233

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 233 (sequence 233)
Language
German, English, Hebrew
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Berlin 233 Immigration, übergeben? Man hat es getan, nur um nicht einem Zionisten diese Aufgabe übertragen zu müssen, der nicht zu den „Unseren44 gehört. Und ist nicht auch dasselbe in Bezug auf die Erziehnngsangelegenheiten der Fall? Offiziell befindet sich das Erziehungswesen in den Händen des Waad Leumi. Tatsächlich liegt aber der größte Einfluß in den Händen der Jewish Agency, sowohl durch ihren Einfluß auf die Regierung als auch durch die Gelder, die sie beisteuert. Und gerade die Leitung der Erziehungsangelegenheiten hat man einem Nichtzionisten übergeben. Überdies hat man sich bemüht, die Einheitlichkeit des Erziehungswesens des Misrachi zu brechen und seine Autonomie auf dem Erziehungsgebiet allmählich aufzuheben (Rufe: Wer wollte das tun?). Die Leute, die wir und Sie gewählt haben. Und gerade die Regierung hat sich für uns eingesetzt, da sie zufällig versprochen hatte, die Autonomie des Misrachi zu wahren; sie hielt sich daher für verpflichtet, dieses Versprechen zu halten. Ich bin wie Sie gegen jedes „Brechen44. Wir wollen keine Körperschaft brechen. Wir wollen die Dinge entwickeln, vervollkommnen, aber nicht brechen. Aber glauben Sie denn, daß das Brechen der Misrachi-Autonomie unbedeutender ist als das Brechen der Arbeiterorganisation? (Beifall.) Was du nicht willst, daß man dir tu', das füge keinem andern zu! Das sage ich nicht nur den Arbeitern, sondern auch den Allgemeinen Zionisten. Ben Gurion sagte, wir müßten dafür kämpfen, daß es keine privilegierten und keine beeinträchtigten Juden gebe. Damit bin ich einverstanden. Aber es ist nur die Frage, wer Privilegien hat und wessen Rechte beeinträchtigt sind. Man pflegte immer in europäischen Staaten zu sagen, daß die Kapitalisten obenan und die anderen auf der letzten Stufe stehen. Es gibt aber jetzt ein Land, wo die Lage eine andere ist. Besteht denn nicht die Gefahr, daß dies auch in Palästina der Fall sein wird? (Beifall.) Man soll Euch, weil Ihr jüdische Arbeiter seid, achten. Aber habt Ihr deswegen schon das Recht, den Misrachi bei jeder Gelegenheit zu beschimpfen? Habt Ihr das Recht, Euch größere Rechte zu nehmen und uns als Parias hinzustellen? Es besteht unter uns eine Engherzigkeit, die aus unserer Mitte ausgerottet werden müßte. Es besteht Engherzigkeit sowohl in Angelegenheiten der Organisation als auch der Arbeit. Wie lange hatte der Hapoel Hamisrachi zu kämpfen, bis es zu dem Vertrag mit der Histadruth kam, dessen man sich jetzt so rühmt! Man hat über die Araberfrage gesprochen. Ich gebe zu, daß diese Sache vernachlässigt wurde. Ben Gurion bemerkte, daß man noch nicht den richtigen Weg zur Lösung dieser Frage gefunden hat. Findet man denn aber auf anderen Gebieten so schnell den richtigen Weg? Haben wir schon untereinander den richtigen Weg gefunden? Es ist aber in diesem Jahre etwas geschehen, das man als politischen Erfolg bezeichnen kann, nämlich in Bezug auf Transjordanien. Und dieser Erfolg wurde nicht nur von der Kongreßtribüne nicht verlautbart, sondern nicht einmal in dem Bericht der Exekutive erwähnt. Warum? Weil sich damit Exekutivmitglieder befaßt haben, die nicht zu den „Unseren" gehörten (Beifall). Ich weiß ganz gut, daß es in den Kongreßtagen sehr heiß bei uns zugeht. Diese Tage sind aber nicht die entscheidendsten. Jede Partei

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