Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 227 (sequence 227)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ben Gurion, Scbivarzbart 227 stets ihren guten Willen gezeigt und bei großen Schwierigkeiten nicht geringe Resultate erzielt. Darum ist unsere Stellung zur Exekutive, wenn wir auch einige kritische Bemerkungen haben, im allgemeinen positiv. Die erste Forderung, auf die wir unser Programm stützen, ist die nach unbedingter Einheit und Solidarität unserer Gesamtbewegung. Wir begrüßen es deshalb, daß die Exekutive den Mut gehabt hat, gegen alle Störungen der Einheit unserer Bewegung aufzutreten. Ich erkläre namens unseres Verbandes, daß für uns jede Diskussion, mit welcher Partei immer, abhängt von der Anerkennung des unbedingten Primats der Beschlüsse des Zionistenkongresses und der Anerkennung der Autorität aller ausführenden Organe des Kongresses. Auf diesem organisatorischen -Dogma stehen wir Allgemeinen Zionisten unentwegt. Wir verlangen die Einheit der Organisation, weil wir gegen die Atomisierung unseres Volkes kämpfen und weil wir in dieser Einheit das Instrument sehen, die jüdische Nation im Geiste nationaler Disziplin zu entwickeln. Jene Bewegung, die sich als die wahre Nachfolge Theodor Herzls betrachtet, geht einen falschen Weg, wenn sie diese Einheit stört, und wirkt dadurch destruktiv auf unsere ganze Bewegung. In der Frage der Politik der Exekutive müssen wir leider feststellen, daß sich die politische Lage nach einer Periode der Verbesserung wieder verschlechtert hat. Aber wir müssen die Beurteilung, daß sich der Zustand objektiv verschlechtert hat, von der Beurteilung der Leistungen der Exekutive trennen. Man kann nicht auf dem Standpunkt stehen, daß eine jede Verschlechterung unserer politischen Lage auf eine Nachlässigkeit der Exekutive zurückgeht. Eine Partei darf die Exekutive nur von jenem Standpunkt kritisieren, von welchem aus sie selbst kritisiert werden wollte, wenn sie die Exekutive wäre. Ich habe die Überzeugung, daß die politischen Anstrengungen unserer Exekutive in London, Jerusalem, Genf bedeutend waren und daß die Verschlechterung des Zustandes auf das System der Mandatarmacht zurückgeht, die auf dem falschen Wege der Oszillation zwischen unseren und arabischen Interessen das Gleichgewicht sucht. Das ist gegen unsere Rechte. Wir stehen auch auf dem Standpunkt der einheitlichen politischen Führung in unserer Politik. Es kann nicht geduldet werden, daß neben der offiziellen Politik, von welcher Seite immer, eine andere zionistische Politik geführt wird. Die Kämpfe zwischen den verschiedenen Anschauungen können nur auf dem Boden der Organisation ausgetragen werden. Was die Frage der Jewish Agency betrifft, so haben wir Allgemeinen Zionisten bereits im A.C. unsere Meinung zum Ausdruck gebracht. Wir stehen auf dem Standpunkt, daß hier gewisse Änderungen eintreten müssen. Wir sehen zwar nicht die Möglichkeit, den Vertragt mit den nichtzionistischen Fifty jetzt zu kündigen, wir glauben aber, daß der Vertrag nicht weiter ausgebaut werden soll; vielmehr soll er in der Weise geändert werden, daß die zionistische Bewegung in der Jewish Agency eine größere Machtbefugnis erhalten muß. Der Anteil der nichtzionistischen Fifty soll verkleinert werden. Die Beschlüsse des Kongresses und der Exekutive sollen nur dann von dem Council geändert werden, wenn dies ein Drittel der Nichtzionisten verlangt, aber dies müssen physisch 15*