Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 226

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 226 (sequence 226)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/3476254-3476290--8633-3484783
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

226 7- Kongreßsitzung: Generaldebatte Heimstätte für das Volk zu verwandeln. Es wäre ein Verbrechen gegen das Volk, ihm dieses Werk leicht und einfach erscheinen zu lassen, denn es ist nicht leicht und nicht einfach. Wir wollen gerade jetzt dem Volke sagen, vor welchen ungeheuren Schwierigkeiten wir in Eres Israel stehen. Wir haben keine Furcht, die volle Wahrheit zu sagen, weil wir im tiefsten Herzen glauben, daß unsere jüdische Geschichte von dreitausend Jahren und daß die Not des jüdischen Volkes uns nach Erez Israel treiben und daß wir dort eine Zukunft haben. Wir werden den tausendjährigen Traum des jüdischen Volkes in eine lebendige historische Tatsache verwandeln (Stürmischer Beifall). VORS. PRÄS. MOTZKIN: Es hat eine Sitzung des Präsidiums mit den Ordnern stattgefunden, auf Grund welcher ich folgende Mitteilungen mache: Da von den Pressevertretern verschiedene Klagen und Wünsche vorgebracht wurden, haben wir beschlossen, die Presse zu ersuchen, aus ihrer Mitte eine kleine Kommission zu wählen, die uns ihre Wünsche vermitteln soll. Dies bezieht sich auf die jüdische und die nichtjüdische Presse. Ich schlage vor, daß sich die Presse nach Schluß der Sitzung zu einer kleinen Besprechung versammelt und uns dann ihre Delegation namhaft macht. Wir haben weiters Genaueres bezüglich der Rechte und Pflichten der Ordner festgesetzt. Die Ordner haben es übernommen, von nun an nur Zionisten und Ordner zu sein und bis zum Schlüsse des Kongresses zu vergessen, welcher Partei sie angehören. Die Ordner haben sich infolgedessen verpflichtet, sich weder an Beifallsnoch an Mißfallensäußerungen zu beteiligen. Es bestehen aber auch Pflichten der Delegierten und Gäste den Ordnern gegenüber. Kein Gast darf sich während der Verhandlungen im Räume der Delegierten aufhalten. Die Delegierten und Gäste sind angewiesen, den Anordnungen der Ordner sofort und ohne Widerspruch Folge zu leisten. Etwaige Klagen haben sie dem Chef der Ordner, Herrn Ing. Elbert, oder dem Präsidium mitzuteilen. Ich mache aufmerksam, daß der Redner der Arbeiterpartei seine Redezeit um zwanzig Minuten überschritten hat — ich habe dies zugelassen, weil ich den ersten Redner nicht unterbrechen wollte — und daß dies nun auch den anderen Rednern der ersten Kategorie zugestanden werden wird. DR. IGNAZ SCHWARZBART (Allg., Westgalizien — spricht jüdisch): Ich möchte namens des Weltverbandes Allgemeiner Zionisten folgendes erklären: Da eine Reihe von Rednern des Weltverbandes der Allgemeinen Zionisten sich in ihrem eigenen Namen mit einer Reihe von Fragen beschäftigen wird, will ich mich namens des Verbandes auf einige ganz konkrete Probleme beschränken. Die Bewegung des Allgemeinen Zionismus hat in den letzten Jahren eine große Entwicklung durchgemacht und kommt gestärkt und gefestigt zum XVIII. Kongreß. Als eine Organisation, welche die jetzige Exekutive gewählt hat, erklären wir, daß wir die Gesamttätigkeit der zurücktretenden Exekutive anerkennen; sie hat

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.