Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 218 (sequence 218)
- Language
- German, English, Hebrew
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218 7. Kongreßsitzung: Generaldebatte Ideologie der Privatinitiative predigten und ihre eigene Privatinitiative in Warschau, Lemberg, Paris und New York und nicht in Erez Israel betrieben {Beifall). Für uns ist der Titel „Chaluz" das höchste, was es in der jüdischen Geschichte gibt. Und ich erklärte schon vorher, daß dieser Ehrenname nicht nur den Tausenden gebührt, die in den letzten Jahren gekommen sind, und nicht nur den Dutzenden, die vor 28 Jahren gekommen sind, sondern auch denjenigen, die vor 50 Jahren als Pioniere — die Bilu — nach Erez Israel gekommen sind. Aber wir betrachten als Chaluzim nicht nur diejenigen, die nach Erez Israel gekommen sind, um zu arbeiten. Wir kennen in Erez Israel auch Chaluzim des Kapitals. Wir beziehen in den großen Ehrennamen der Chaluzim des jüdischen Volkes und der jüdischen Renaissance nicht nur die Zehntausende jüdischer Jugendlicher ein, die nach Erez Israel gekommen sind, um das einzige, was sie besitzen, sich, ihrem Volke und ihrem Lande zu widmen, sondern auch diejenigen, die nach Erez Israel gekommen sind, um dem Lande ihr ganzes Vermögen zu widmen, und die mit dessen Hilfe zur Schaffung des neuen Palästina mit beigetragen haben. Leider waren es nur wenige. Arbeit und Chaluziuth — das sind die zwei Grundprinzipien, für die wir kämpfen, durch die wir zu der entscheidenden Kraft in Erez Israel geworden sind und mit deren Hilfe wir hoffentlich zur entscheidenden Kraft im jüdischen Volke werden werden, weil es die zwei Grundprinzipien des Zionismus sind, die verwirklicht werden müssen. Und wir betrachten als Grundlage zur Verwirklichung des Zionismus und zur Errichtung unserer Selbständigkeit in Erez Israel die vollständige Durchführung des Prinzips der jüdischen Arbeit ohne jedes Kompromiß. Und als Hauptbedingung für die weitere fruchtbare Arbeit und Entwicklung des gesamten Zionismus betrachten wir die aufrichtige und volle Hilfe von seiten der gesamten zionistischen Bewegung für das organisierte Lager in Erez Israel, das durch sein Leben die jüdische Arbeit verwirklicht. Ich will jetzt nicht nur auf die ungeheuren Schwierigkeiten eingehen, die uns in Erez Israel überhaupt und auf dem Gebiete der Arbeit im besonderen entgegenstehen. Es bedarf übermenschlicher Anstrengungen derer, die die Arbeit zu ihrer Lebensaufgabe gemacht haben, es bedarf des Maximums ihrer Kräfte nicht nur als Einzelne, sondern als organisierte Gemeinschaft, um die große und schwere Aufgabe durchzuführen, von der unsere ganze Zukunft abhängt. Es ist kein Zufall, daß in Erez Israel die geschlossenste und stärkste jüdische Arbeiterbewegung sich gebildet hat, die es in der ganzen Welt gibt. Der Grund liegt nicht darin, daß nach Erez Israel die besten Organisatoren und die fähigsten Agitatoren gekommen sind, sondern darin, daß den jüdischen Arbeitern in Erez Israel eine so große historische Mission und eine so gewaltige Verantwortung für das jüdische Volk und für die jüdische Zukunft zugefallen ist, die sie gezwungen hat, jedes Atom ihrer Kraft, jedes Quentchen ihrer Energie zu mobilisieren und in den Dienst der großen historischen Mission zu stellen, die ihnen auferlegt wurde. Die Organisierung und kollektive Selbsthilfe des Arbeiterlagers ist eine der wichtigsten Bedingungen für die Verwirklichung des Zionismus, eines Zionismus, frei