Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 217 (sequence 217)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ben Gurion 217 lichung des Zionismus wirken kann, die Chaluziuth ist. Ein bekannter jüdischer Journalist erzählt in seinen Erinnerungen über ein Gespräch, das er mit einem unserer dahingeschiedenen Kollegen, mit Josef Trumpeldor, hatte: Im Jahre 1916, als Josef Trumpeldor aus Gallipoli zurückkam, wo er an der Spitze der jüdischen Legion stand, die er geschaffen hatte, und daran ging, nach Rußland zu fahren, um dort den Chaluz zu organisieren, wurde er von dem erwähnten Journalisten gefragt: „Was bedeutet das Wort Chaluz?" Trumpeldor erwiderte: „Chaluz ist ein Mensch, der sich voll und ganz, mit Leib und Seele, nicht nur mit Worten und Resolutionen, nicht nur mit einem Teil seiner Arbeit, seiner Fähigkeiten und Kräfte, sondern voll und ganz, ohne Bedingungen und Beschränkungen, in den Dienst der Idee, an die er glaubt, stellt." Der Journalist erwiderte: „Es gibt keine solchen Menschen." Aber es gab schon damals solche Leute, in Erez Israel seit mehr als zehn Jahren. Der bekannte Journalist, der viele Jahre ein zionistischer Agitator und Mitarbeiter war, wußte nichts davon, daß es Dutzende und Hunderte solcher Leute in Erez Israel gibt, und daß es bereits jahrelang vor dem Gespräch, das er mit Trumpeldor hatte, solche Leute gab, die von dem einfachen Glauben durchdrungen waren, daß man dem Zionismus nicht dadurch dienen kann, daß man sich untereinander um zionistischer Ideologien willen bekämpft, nicht dadurch, daß man in die Zionistische Organisation eintritt und einen Schekel kauft, zum Kongreß wählt oder zum Delegierten gewählt wird, oder daß man einige Aktien der Jewish Colonial Bank kauft und kleinere oder größere Spenden für die Fonds gibt, sondern nur einen einzigen Weg, um in den Dienst des Zionismus einzutreten: indem man sich ganz und gar für die Verwirklichung des Zionismus hergibt und nicht auf dem Kongreß und in zionistischen Versammlungen in Polen, sondern Tag für Tag für die unmittelbare Verwirklichung des Zionismus an dem Platz kämpft, wo der Zionismus verwirklicht werden muß: in Erez Israel. Vor vielen Jahren entstand unter' einer kleinen Gruppe im Zionismus eine Unzufriedenheit mit dem Wortzionismus, dem Programmzionismus, dem Kongreßzionismus, und eine Gruppe jüdischer Jugendlicher aller zionistischen Schattierungen ging nach Erez Israel. Und seither rufen sie der jüdischen Jugend und der zionistischen Bewegung zu, diesen einzigen Weg zu beschreiten. Ihr Ruf erfolgt nicht in Worten, sondern durch lebendige Beispiele, in der Sprache der Taten. Und sie rufen und rufen. Und diejenigen, die es mit dem Zionismus ernst meinen und sich dessen bewußt sind, daß das jüdische Volk keine Hoffnung im Galuth hat und daß der einzige Weg zu seiner Erlösung in Erez Israel liegt, dürfen sich nicht mit Worten und mit teilweiser Hilfe begnügen, sondern müssen sich voll und ganz, mit Leib und Seele in den Dienst des Zionismus und seiner Verwirklichung in Erez Israel stellen. In den Diskussionen, die jahrelang zwischen uns und dem Teil der Bewegung, der Privatinitiative predigte, geführt wurden, bestand der Hauptunterschied zwischen uns und den anderen nicht darin, daß wir die Notwendigkeit einer stärkeren nationalen Initiative betont haben, sondern daß wir keine Achtung und keinen Respekt vor Leuten hatten, die uns die