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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 213

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 213 (sequence 213)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8620-3484770
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Ben Gurion 213 sah, in dem Streben, sich mit Leib und Leben in den Dienst der Verwirklichung des Zionismus zu stellen, Zionismus nicht nur zu predigen und zu proklamieren, sondern auch zu betätigen, sie sah im Zionismus jene Strömung, die alle historischen Probleme und Bedürfnisse, Ideale und Nöte des jüdischen Volkes beinhaltet. Zwei Epochen hat der Jischuv in Erez Israel durchgemacht-. Der XVIII. Kongreß tritt im ersten Jahr der zweiten Jahrhunderthälfte der zionistischen Bewegung zusammen. Vor einem Jahre feierten wir das fünfzigjährige Jubiläum der Chibath Zion und der Gründung des neuen jüdischen Jischuv im Lande. Dieses erste halbe Jahrhundert kann man in zwei fast gleiche Teile teilen. Wir, die die Fahne der Chaluziuth tragen, halten es für unsere Pflicht, zu betonen, daß mehr als alle anderen jene würdig sind, den ruhmvollen und unsterblichen Namen Chaluz zu tragen, die in der jüdischen Geschichte das Wort „Bilu" geschaffen haben. Aber bei all unserer Hochachtung für jene ersten Chaluzim, die uns den Weg zeigten, muß ich doch feststellen, daß die Bilanz der ersten 25 Jahre, die von dem Führer des ersten Geschlechtes in Palästina, dem Vorsitzenden der Kolonistenorganisation, Mosche Smilansky, gezogen wurde, folgendermaßen aussieht: Es wurden zwanzig Kolonien mit 1000 jüdischen Kolonisten geschaffen, die das jüdische Volk durch verschiedene nationale Gesellschaften und nationale Idealisten, wie Baron Rothschild einer war, die Summe von 90 Millionen Goldfrancs gekostet haben, und das in einer Zeit, in der im Lande alles mindestens zehnmal so billig war als heute. Die Arbeiter waren 3000 Nichtjuden. Die Bilanz über eine Generation an Kolonisationsarbeit, an großen Anstrengungen und ungeheuren Geldopfern, viel größeren, als die zionistische Bewegung seit dem Kriege aufgebracht hat, ist: 4000 Familien auf Juden gehörendem Boden, davon 1000 Familien, die Eigentümer des Bodens, Juden, und 3000 Familien Arbeiter, Nichtjuden. Als wir damals ins Land kamen, waren wir entsetzt über diesen unwürdigen und gefahrbringenden Zustand, in dem wir den sogenannten neuen Jischuv fanden, der die Wiederherstellung des Volkes verwirklichen sollte. Heute ist die grundlegende Forderung der jüdischen Arbeit im Zionismus wenigstens theoretisch anerkannt. Aber noch vor 21 Jahren gelangte einer der besten Denker der jüdischen Renaissancebewegung, Achad Haam, der damals zum dritten Male nach Erez Israel kam und eine Bilanz dessen zu ziehen versuchte, was in dreißig Jahren geschaffen wurde und was er bei seinen drei Besuchen im Lande gesehen hatte, zu dem Schluß, daß wir in Erez Israel nur eine Oberschicht von jüdischen Farmern, jüdischen Kaufleuten und jüdischen Bürgern werden schaffen können, die die Kulturträger des Landes sein und ihm ihren geistigen Stempel aufdrücken würden, die Arbeitermassen dagegen, die einzig und allein Grundlage einer politischen Selbständigkeit und eines normalen Volkslebens sind, diese Massen seien nicht unser und es sei auch ungewiß, ob sie in Zukunft unser sein würden. Achad Haam sah das geistige Zentrum, von dem er prophetisch sprach, sich schon vor seinen Augen verwirklichen — der Judenstaat dagegen, so sagte er, der die Antwort auf

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