Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 212 (sequence 212)
- Language
- German, English, Hebrew
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212 7- Kongreßsitzung: Generaldebatte nung des jüdischen Volkes auf eine volle Erlösung im eigenen Lande auf sich zu nehmen. Das ist die schwere Last dieser Generation in der jüdischen Geschichte, und der Kongreß ist die Tribüne, von der aus das wahre Wort und die Weisung eines Weges zur Mobilisierung der Kräfte für die schwere historische Aufgabe verlautbart werden sollte. Und wir, die Arbeitergruppe im jüdischen Volke und in der zionistischen Bewegung, fühlen eine besonders große Verantwortung, die uns durch die Zusammensetzung des Jischuv und der zionistischen Bewegung auferlegt wurde. Wir halten es daher für unsere erste Pflicht, der ganzen Bewegung — nicht nur der Viertelmillion Zionisten, die uns gewählt haben, sondern der gesamten zionistischen Bewegung und dem gesamten jüdischen Volke — unser Glaubensbekenntnis vorzubringen. Ich werde mich nicht auf die ganze Fülle der konkreten Fragen einlassen^ sondern mich nur auf ein paar Grundprinzipien beschränken, die uns vor 28 Jahren nach Erez Israel geführt und unsere Handlungen in Erez Israel bestimmt haben, als wir ein kleines Häuflein von einigen Dutzend Phantasten waren. Diese Grundprinzipien leiteten unseren Weg in Erez Israel, auch als wir zu einem überwiegenden Teil des neuen Jischuv. wurden, und sie werden unseren Weg auch leiten, wenn wir hoffentlich zum überwiegendsten Teil der gesamten zionistischen Bewegung und des gesamten jüdischen Volkes werden. Ich will diese Grundprinzipien in zwei Worten resümieren: Arbeit und Chaluziuth. Arbeit als Grundlage des Aufbaus des jüdischen Palästina, des erneuerten jüdischen Lebens in unserem Lande, unserer nationalen selbständigen Zukunft. Chaluziuth als Weg zur Verwirklichung des Zionismus. Mit Arbeit und Chaluziuth sind wir vor 28 Jahren einzeln und einsam nach Erez Israel gekommen. Durch unseren Kampf für Arbeit und mit Hilfe unserer Chaluziuth ist ein neues Palästina als Vorbild dessen entstanden, was ein selbständiges Volk in seinem eigenen Lande darstellen soll. Und Chaluziuth war unser Verhältnis zum Zionismus. Wir wollen in die gesamte zionistische Bewegung den Geist der Chaluziuth hineintragen. Hierin sehen wir die Mission, die uns in der zionistischen Bewegung und in dem gesamten jüdischen Volke auferlegt wurde. Zionismus ist nicht bloß Schaffung einer jüdischen Wirtschaft, nicht nur Schaffung einer jüdischen nationalen Kultur im eigenen Lande, nicht bloß Schaffung einer staatlichen Selbständigkeit des jüdischen Volkes auf seinem eigenen Territorium. Zionismus ist all das zusammen und mehr noch als das. Zionismus ist die volle Verwirklichung der historischen Quintessenz der Bestrebungen des jüdischen Volkes in seiner langen Geschichte. Das jüdische Volk ist in der Weltgeschichte nicht nur als Rasse oder ethnische Gruppe aufgestiegen, sondern ausschließlich dank den großen universalen Ideen, die den Charakter der menschlichen Zivilisation geändert und der menschlichen Kultur einen unsterblichen Stempel aufgedrückt haben, jenen Ideen, die das jüdische Volk nicht nur geistig, sondern auch physisch unsterblich machen. Die Vision von „Acharith Hajamim", vom „Ende der Tage", ist ein untrennbarer Bestandteil der jüdischen und zionistischen Bestrebungen. Und jene Gruppe im Zionismus, die ihren einzigen Weg, dem Zionismus zu dienen, in der Chaluziuth