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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 208

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 208 (sequence 208)
Language
German, English, Hebrew
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208 6. Kongreßsitzung: Referat über K.K.L. anderen Resolutionen zu helfen. Ich spreche zunächst über dieTestamente und Legate zugunsten des Keren Kayemeth. Sie sind zwar recht populär geworden, aber nicht in allen Ländern und nicht in gleichem Maßstabe. Wieviele Gelder werden für jüdische und nichtjüdische Wohltätigkeit hinterlassen! Wenn wir das in Betracht ziehen, so werden wir für die Erlösung des Bodens eine bedeutsame Quelle erschließen können, sobald wir auf die Erblasser einen entsprechenden Einfluß nehmen. Die größten Helfer hier sind die Rabbiner und Advokaten. Bevor einer das Testament schreibt, berät er sich mit dem Advokaten und oft auch mit dem Rabbiner. Wenn wir uns an diejenigen Advokaten und Rabbiner wenden, die ein Verhältnis zu Erez Israel haben, können wir dem Keren Kayemeth sehr große Einnahmen verschaffen. Ich schlage folgende Resolution vor: 4. Der Kongreß gemahnt jeden Juden an die heilige Pflicht, des K.K.L. in seinem Testament oder einer Stiftung zu gedenken. Ebenso bittet der Kongreß alle Rabbiner und Advokaten, ihren Einfluß bei der Abfassung von Testamenten und Stiftungen zu Gunsten des K.K.L. geltend zu machen. Bei uns gibt es noch eine Einnahmequelle, und das ist die Lebensversicherung. Sie wissen, daß wir mit einer Gesellschaft schon viele Jahre in Verbindung stehen, mit einer anderen, englischen, erst seit kurzem. Die Erfolge aus diesem Zweige sind immer größer. Es gibt Lebensversicherungen direkt für den Keren Kayemeth, und von anderen bekommen wir Provisionen. Auch hier kämpfen leider die Parteien für ihre kleinlichen Interessen und vergessen vielfach das große Ganze. Ich beantrage die Annahme der folgenden Resolution: 5. In der Erkenntnis, daß das Versicherungswerk des K.K.L. dem Palästina-Aufbau schon bisher ziemlich bedeutende Mittel gebracht hat, verlangt der Kongreß von allen Zionisten, dieses Werk weitgehend zu fördern, zu vervollkommnen und seine Einheitlichkeit zu wahren. Ich habe gestern von Leib Jaffe einen neuen Antrag gehört, den einer Lotterie. Ich weiß nicht, inwieweit eine Lotterie in nächster Zeit in großem Maßstab verwirklicht werden kann. Wir haben uns viel mit dieser Frage beschäftigt. Es gibt hier juristische und ökonomische Schwierigkeiten. Aber die Sache ist so wichtig, daß der Kongreß Direktiven geben soll, wie man sie verwirklicht. Ich glaube nur, daß diese Lotterie nicht für den Keren Hajessod und nicht für den Keren Kayemeth sein soll, sondern für die gesamte Zionistische Organisation. Die Organisation soll dann einen Teil für Boden hergeben, einen Teil für den Keren Hajessod und einen Teil soll sie für die Organisation selbst verwenden, damit sie nicht auf den Schekel warten muß. Es wird das die einzige Einnahme sein, welche die Bestreitung der Bedürfnisse der Organisation sicherstellt. Ich habe diesen Gedanken in folgende Resolution formuliert: 6. Der Kongreß erkennt als notwendig an, eine große jüdische Volkslotterie zu schaffen, deren Eingänge allen Zweigen des Palästina-Aufbaus zugeführt werden sollen, davon ein Drittel dem Bodenerwerb durch den K.K.L. Alle diese Vorschläge sind gut und bedeutsam, aber unter der Bedingung, daß die Zahl der Mitarbeiter wächst. Die ökonomische Lage der

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