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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 206

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 206 (sequence 206)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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206 6. Koftgreßsitzung: Referat über K.K.L. an die Spitze ihrer zionistischen Arbeit zu stellen. Der Kongreß erklärt, daß die Arbeit für den K.K.L., einen der beiden zentralen Fonds der Zionistischen Organisation, jedweder Geldsammlung für irgendwelchen zionistischen Zweck vorangeht, und verlangt von allen Fraktionen und Organisationen, in keiner Weise die dem K.K.L. zustehenden Geldsammelmittel zu berühren. In der Kommission werde ich über die Sünden aller Parteien gegen den Keren Kayemeth erzählen. Ich weiß nicht, in welchem Maße die Autorität des XVIII. Kongresses stärker sein wird, als die des XVII., aber es ist meine Pflicht, denjenigen, die im Saale sind, die Lage darzustellen wie sie ist, und sie mitverantwortlich für die Zukunft zu machen. Das Direktorium des Keren Kayemeth kann nicht weiter allein die Verantwortung für die geschaffene Lage tragen. In den letzten Monaten ist ein weiteres Problem aufgetaucht, das Problem der Bodenbeschaffung zur Ansiedlung der deutschen Juden in Erez Israel. Sie haben heute den Enthusiasmus bei der Annahme der Resolution und den Kampf um diesen oder jenen Text gesehen. Was aber wird geschehen, wenn die halbe Million Juden aus Deutschland nach Erez Israel wird kommen wollen? Habt ihr für sie auch nur einen Dunam Boden vorbereitet? Ihr werdet sie wieder in Baracken in Tel Aviv und in der Umgebung unterbringen. Die Nachrichten, daß wir Bodenreserven besitzen, sind ganz unbegründet. Die letzten 2000 Dunam, die wir noch vor kurzer Zeit besaßen, wurden für deutsche Einwanderer bestimmt. Es gibt in allen Ländern Komitees zur Geldsammlung für die deutschen Juden. Das wichtigste Komitee besteht in London. Dort stellt man die Frage, ob man aus dem gesammelten Gelde auch für Bodenerwerb Beträge verwenden soll. Daß man eine solche Frage überhaupt stellen kann, ist ein tragisches Zeichen. Es zeigt, daß wir nicht begreifen, wo wir uns befinden. Und in dem Komitee in London sitzen auch Zionisten, sogar gute Zionisten. Und wenn man sich schon dafür einsetzt, daß auch Boden aus dem Gelde gekauft werden soll, so beginnt man darüber zu diskutieren, ob der Boden dem Keren Kayemeth übergeben werden soll oder nicht. Sie erinnern sich wohl, daß auf der A.C.-Sitzung in Berlin vor fünf Jahren einstimmig beschlossen wurde, als eine der ersten Bedingungen für den Vertrag mit den Nichtzionisten (der verstorbene Marshall und seine Kollegen haben dieser Bedingung zugestimmt) festzusetzen, daß alle Gelder, die bei der Jewish Agency für Bodenkauf eingehoben werden, zum Erwerb von nationalem Boden ausschließlich durch den Keren Kayemeth bestimmt werden sollen. Und jetzt, in dieser tragischen Lage, beginnt man über solche Fragen von neuem zu diskutieren. Ich schlage daher vor, daß folgende Resolution gefaßt wird: 2. Der Kongreß fordert alle Zionisten auf, mit allem Nachdruck auf der Forderung zu beharren, daß von den Geldern, die von der Aktion für die deutschen Juden für Palästina-Arbeit bestimmt sind, ein gewisser Teil, auf jeden Fall aber nicht weniger als ein Drittel, dem Bodenerwerb zugeführt werde. Mit demselben Nachdruck ist zu verlangen, daß diese Böden vom K.K.L. als sein Eigentum erworben werden. In Bezug auf die Kampagne in Erez Israel hat das dortige Komitee beschlossen, daß ein Drittel des gesammelten Geldes zum Bodenerwerb durch den Keren Kayemeth für die deutschen Juden bestimmt werden soll.

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