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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 204

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 204 (sequence 204)
Language
German, English, Hebrew
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204 6. Kongreßsitzung: Referat über K.K.L. werde die Frage der Bodenerlösung in Erez Israel beantworten, so glaube ich, die von mir angeführten Daten zeigen deutlich, daß die Sache nicht so einfach ist. Es genügt zu bemerken, daß von den 44.000 Dunam, die in den zwanzig Monaten aus nicht jüdischer Hand erlöst wurden, nur ein Drittel durch Privatinitiative, zwei Drittel aber durch unseren armen Fonds, durch den Keren Kayemeth, erworben wurden. Zwar sind mehr Bodentransaktionen durch Privatleute vor sich gegangen, aber es handelte sich nicht um Bodenerlösung aus nichtjüdischer Hand, sondern ein und derselbe Boden ging der Reihe nach durch zehn jüdische Hände. Und dies hat der Bodenerlösung nicht genützt, sondern eher geschadet, denn es hat zu einer furchtbaren Spekulation und Preissteigerung geführt, so daß es jetzt fast unmöglich ist, Boden zu kaufen. Niemand möge mich verdächtigen, daß ich zur Privatinitiative, soweit sie für die Erlösung des Bodens arbeitet, negativ eingestellt wäre. Negativ ist meine Einstellung zu denen, die nur reden, aber nichts tun, dann zu der häßlichen und gefährlichen Art, in der vielfach der Kauf des Bodens vorgenommen wird. Es gibt noch eine Ansicht: daß es nicht möglich sei, den Boden durch Spenden zu erlösen. Das System des Keren Hajessod in allen Ehren, aber bezüglich des Keren Kayemeth muß ich denen sagen, die sich als Erben Herzls fühlen, sie mögen nicht vergessen, daß Herzl, der doch gewußt hat, was Spendensammeln heißt, den Keren Kayemeth gegründet hat. Wenn man heute durch Erez Israel wandert, von Dan bis Beerscheba, dann erkennt man, was dieser arme Fonds geschaffen hat, daß er das Land denen geöffnet hat, die hingekommen sind, um sich dort anzusiedeln und dort zu arbeiten, nicht um Projekte und Programme zu machen. Die Privatinitiative beschäftigt sich nicht mit der Ansiedlung im Sinne einer großen Kolonisation des Landes. Man vergesse nicht, daß Erez Israel nicht bloß von Chedera bis Rechoboth reicht. Es ist viel größer und viel weiter. Und wenn wir an den Staat denken, den Ihr im Munde führt und nicht verwirklicht, dann sollt Ihr Euch erinnern, daß er nur möglich ist, wenn der Boden erlöst ist. Und diese Arbeit kann nur unsere nationale Institution leisten, der Keren Kayemeth. Ich glaube, daß dieses Problem, das erste und wichtigste für unsere ganze Zukunft, nicht Objekt des Kampfes zwischen den einzelnen Gruppen sein soll. Es muß Dinge geben, die jenseits allen Kampfes sind. Leider gilt dieser Grundsatz heute bei uns noch nicht. Über die Einnahmen im letzten Jahre kann man, wenn man bescheiden ist, sich nicht beklagen. Sie sind nicht nur nicht kleiner, sondern sogar in gewissem Grade größer geworden, wenn wir den bisherigen Status zur Basis nehmen. Aber diese Einnahmen sind, wenn sie auch in der gleichen Höhe bleiben, in diesem Jahre um fünfzig Prozent kleiner gegenüber dem Vorjahr, weil jeder Dunam Boden jetzt doppelt so teuer ist wie vor einem Jahr. Und wenn die Einnahmen im nächsten Jahre nicht steigen, dann werden sie um sechzig bis siebzig Prozent geringer sein, weil die Bodenpreise von Jahr zu Jahr steigen. Ich kann einige Länder, wo die Einnahmen größer geworden sind, hervorheben; es sind nicht viele: Österreich, England, Südafrika, Erez Israel,

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