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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 202

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 202 (sequence 202)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8609-3484759
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202 6. Kongreßsitzung: Referat über K.K.L. VORS. PRÄS. MOTZKIN verliest nochmals die beiden Mehrheits- Resolutionen. An einer Stelle unterbricht Del. Jabotinsky die Verlesung mit den Worten: „Quousque tandem abutere, Catilina, patientia nostra?" Namens der ]abotinsky-Gruppe wird erklärt, daß sie sich der Abstimmung enthalte. Die Abstimmung ergibt 265 Stimmen für die zivei Resolutionen der Mehrheit. Das Ergebnis wird mit starkem Beifall begrüßt. Der Präsident enunziert, daß sich damit die Abstimmung über die restlichen Resolutionen erübrigt, und appelliert sodann an alle XLeilnehmer des Kongresses, sich nach alter Sitte an der Eintragung des Kongresses in das Goldene Buch des Keren Kayemeth zu beteiligen. REFERAT ÜBER KEREN KAYEMETH LEISRAEL. M. M. USSISCHKIN (Allg., Weltw. — von lebhaftem Beifall begrüßt, spricht hebräisch): Geehrter Kongreß! Mitten aus der Erregung über theoretische Resolutionen rufe ich Sie zur Arbeit und Tat auf. Gestern abends hat mich jemand in seiner Begrüßung aufgefordert, das Lied des Bodens zu singen. Ich bin bereit, dies wieder zu tun. Es ist ein trauriges und furchtbares Lied, das letzten Endes sich in das Lied der Hoffnung verwandeln muß. Und wenn es bisher auf diesem Gebiet traurig und furchtbar war, so ist dies umsomehr in der letzten Zeit in Erez Israel der Fall. Zwei Nachrichten sind in der letzten Zeit in der Presse erschienen, die besonders starke Besorgnis hervorrufen. Die erste war um die Veröffentlichung des French-Berichtes, aus dem das Verhalten der Regierung in der Bodenfrage hervorgeht. Und eine zweite, ganz kurze Nachricht, der das Publikum vielleicht keine Aufmerksamkeit schenkte, die aber meiner Ansicht nach viel schrecklicher als die erste ist, ist erschienen: Im Laufe der letzten 20 Monate, während so große Arbeit in unserem Lande geleistet und so große Hoffnungen auf Erez Israel gesetzt wurden und die Hoffnungen auf die Erlösung des jüdischen Volkes und seiner Konzentrierung in Erez Israel sich verstärken, im Laufe dieser 20 Monate wurden durch das gesamte Judentum, durch unseren Landfonds, den Keren Kayemeth, und durch verschiedene Gesellschaften und Verbände, durch Einzelleute der Privatinitiative, aus nichtjüdischen Händen nicht mehr als insgesamt, sprich und lies, 44.000 Dunam erlöst. Derjenige, der die Lage in Erez Israel kennt, weiß, was diese Ziffer für uns bedeutet, und was wir tun müssen; er wird verstehen, welche Besorgnis unser Herz, das Herz aller, die in diesem Saal sitzen, und der Tausende von Juden, die sich in Erez Israel niederlassen wollen, erfüllen muß. Es ist wohl keine Übertreibung, wenn ich erkläre, daß uns, wenn wir weiterhin in einem solchen Tempo Boden erwerben und erlösen werden, wenn anderseits die Regierung sich nach dem Bericht von French richten wird, weder die Kongresse noch die Zionistische Organisation nützen werden. Für Generationen wird unser Volk keine Hoffnung auf Erlösung haben, wenn nicht Wunder geschehen {Beifall). Klatscht keinen Beifall! Die Sache ist zu schrecklich und furchtbar! Demgegenüber macht es mir nichts aus, daß ein Teil des Publikums nicht im Saale ist.

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