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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 166

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 166 (sequence 166)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8573-3484723
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166 5- Kongreßsitzung: Ussischkin-Feier Nicht nur für mich in meinem privaten Leben, sondern im Leben der zionistischen Bewegung, denn er ist mit Momenten verbunden, die vielleicht für ewig in der jüdischen Geschichte in Erinnerung bleiben werden. Am Rosch Chodesch Elul vor 36 Jahren war es mir und noch einigen meiner Kollegen, die sich in diesem Saale befinden, Motzkin, Sokolow, Farbstein, Jizchak Goldberg, Leib Jaffe, Ebner, vergönnt, an der Stelle zu stehen, an der die zionistische Bewegung geschaffen wurde. Vor 36 Jahren am Rosch Chodesch Elul ist zu uns dieser große Adler (weist auf das Bild Herzls) gekommen, dessen Geist in unserer Welt für Ewigkeiten schweben wird, und hat unsere Zionistische Organisation geschaffen, die bis zu jenem Tage bestehen wird, an dem an ihre Stelle das jüdische Parlament in Erez Israel treten wird. Alle diejenigen, die dieses Ereignis miterlebt haben, werden diesen Rosch Chodesch Elul nicht vergessen. Und ein anderer Rosch Chodesch Elul: Vor 30 Jahren, am Rosch Chodesch Elul, stand ich in Sichron Jakob und habe zusammen mit einigen meiner Kameraden die ersten Ansätze zur Vereinigung und Organisierung des gesamten Jischuv geschaffen, die nach vielen Wandlungen sich in die Knesseth Israel ausgebildet hat. Und am selben Tage vor 30 Jahren wurde auch die hebräische Lehrerorganisation in Erez Israel gegründet, die heute etwa 800 Mitglieder zählt, die die wahren Schöpfer der Bewegung zur Belebung der hebräischen Sprache in Erez Israel, zu einem gewissen Teil auch im Galuth, waren. Und ein weiterer Rosch Chodesch Elul: Vor 20 Jahren am selben Tage war es mir zusammen mit Dr. Chaim Weizmann vergönnt, auf dem Wiener Kongreß zu stehen und einen Vortrag über die Errichtung der hebräischen Universität auf dem Skopusberg zu halten. An jenem Tage hat der Kongreß einen diesbezüglichen Beschluß gefaßt. Und heute besteht die hebräische Universität und sie wird allmählich zum Zentrum unserer gesamten Kultur. Sie wissen, was Rosch Chodesch Elul seit Generationen für das gesamte jüdische Volk bedeutet. An diesem Tage wird in den Synagogen aller Länder mit jüdischer Bevölkerung Schofar zu blasen begonnen und die Symbolbedeutung dieser Handlung ist Ihnen allen bekannt. Es soll zur Buße dienen und auch als Erinnerung an den Schofar des Messias, wenn die jüdische Nation wieder zur freien Nation wird. Und Buße brauchen wir heute. Wir haben uns vergangen. Es gibt Sünden des einen Menschen wider den anderen, es gibt Sünden wider Gott, es gibt aber Sünden, die vielleicht die schrecklichsten sind: die Sünden des einzelnen wider die Nation. Wir müssen gerade heute die Wahrheit sagen, daß wir alle, selbst die Besten unter uns — und auch ich bin darunter —, uns gegen die Nation vergangen haben, wenn wir betrachten, wie klein unser ganzes Werk nach fünfzig Jahren Arbeit aussieht. Und die Buße muß aus diesem Kongreß hervorgehen und sie muß in erster Reihe die Form der Erlösung des Bodens annehmen (Beifall). Es ist schon spät und ich will jetzt nicht meinen Vortrag über die Erlösung des Bodens halten. Ich muß gerade an diesem Abend, an dem Ihr Euch so sehr über die Taten eines Eurer Kollegen freut, sagen, daß wir

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