Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 161 (sequence 161)
- Language
- German, English, Hebrew
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Wise, Uri 161 er eingeschrieben wird in die Rolle der jüdischen Geschichte, um dort für immer und ewig zu leben (Lebhafter Beifall). JAKOB URI (Arb., Erez Israel — spricht hebräisch): Die Kongreßfraktion des arbeitenden Erez Israel hat mir die große Auszeichnung zuteil werden lassen, ihre Begrüßung zur 70jährigen Jubelfeier von Menachem Ussischkin zu überbringen. Ich gestatte mir, den Namen Menachem Ussischkin ohne Begleittitel zu nennen. Ich kenne keinen Ehrentitel, keinen Titel, der die Taten und Werke ausdrückt, der unsere Gefühle in Bezug auf Menachem Ussischkin so ausdrücken würde wie der Name Menachem Ussischkin selbst. Menachem Ussischkin ist über Personen und Parteien erhaben. Das ist ein Programm an und für sich, ein geradliniges, klares und mutiges Programm. Aus diesem Programm haben wir den Gedanken des Zionismus und hauptsächlich das Werk des Zionismus geschöpft. Ussischkin war die Feuersäule, die unseren Weg zur Zeit von Uganda beleuchtete. Und heute erscheint uns Ussischkin als der Ausdruck für das, was für uns heute an Besonderem erforderlich ist, für den Keren Kayemeth, für die Erlösung des Bodens. Für die junge Generation der dritten Alija ist dieser Name ganz mit der Bodenerlösung verbunden. Unser Präsident sagte: Leset die Literatur über Chibath Zion, und ihr werdet wissen, was Ussischkin bedeutet. Es gibt noch ein Buch, die Karte Erez Israels; und dort, auf dieser Karte findet man überall Punkte, die mit dem Namen Ussischkin verbunden sind. Wir lechzen nach der Erlösung jeder kleinen Landfläche, und wir kennen nur eine Adresse, die Adresse Ussischkins. Ich erinnere mich an die Tage der britischen Okkupation gleich nach Beendigung des Krieges, als die gesamte jüdische Welt nach Deklarationen ausschaute und nach den Gnaden der Könige. Wir, ein Häuflein von Landarbeitern in Erez Israel, lechzten nach der Landnahme. Wir wußten, daß mit Aufrufen, die die Bildüberschrift tragen „Das ganze Land, das du vor deinen Augen siehst, gehört dir", kein Land erobert wird. Es muß die Parole gelten: „Jeder Ort, den deine Fußsohle betritt, wird dir gehören" — die Fußsohle des Menschen, der die Sümpfe trockenlegt, der Wege bahnt, der sät und erntet, führt zur Eroberung des Bodens. Und der Mann, der unsere Bestrebungen und unsere Wünsche verstand, war Ussischkin. Er hat unserer — seiner Stimme gelauscht, die Stimmen haben sich vereinigt und das hat zur Erlösung des Emek Jesreel geführt. Und heutzutage gibt es in Palästina einen rein jüdischen Kanton, den Emek, auf dem Boden des jüdischen Volkes, jüdisch in seiner Arbeit, in seiner Sprache und in seinem Denken, auf neuen Wegen errichtet, parallel dem Geist des jüdischen Volkes. Das ist der Emek Jesreel. Und wenn es jemanden gibt, der sich um dieses Werk verdient gemacht hat, so ist es Menachem Ussischkin. Darum ist uns dieser Name so teuer und wichtig. Diese Worte sollen nicht als Lob- und Preisrede aufgenommen werden. Der Jude verlangt von seinen Führern sehr viel. Groß sind unsere Bedürfnisse, groß unsere Wünsche. Und wir verlangen von den Menschen, die bisher ihre Fähigkeiten gezeigt haben, daß sie ihr Werk unaufhörlich fortsetzen. Vielleicht gerade in dieser Zeit, da das Volk so sehr nach dem 11