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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 159

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 159 (sequence 159)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Motzkin, Sokolow, Wise 159 ches altes Wunderkind, ein Protest gegen die despotische Gewalt der Zeit. In Prag existiert eine Altneuschur. Wir haben Altneuland. Ich wünsche Ussischkin, daß er ein Altneu-Ussischkin sei. Ussischkin ist ein einfacher Mensch, ein Mensch des Bodens. Er erinnert an das Wort der Bibel vom Duft des Feldes, das Gott gesegnet hat. Ussischkin hat etwas von der Einfachheit des Bodens in sich. Wegen dieser seiner Einfachheit will ich mich nicht damit begnügen, bloß mit Worten zu Ihnen zu reden. Wir müssen ihm unsere Gefühle durch die Tat beweisen. Es gibt viele unter den hier Anwesenden, die heute reden wollten. Jeder von ihnen, auch die, die nicht reden können, könnte zu Ehren von Ussischkin sprechen. Das wäre sehr leicht. Wir müssen etwas zu Ehren Ussischkins gründen, etwas in seinem Geiste (Stürmischer Beifall). Er ist ein Eiferer, fast möchte ich sagen, ein Dickschädel. Er hat sich einem Gedanken ganz und gar ergeben, und dieser Gedanke ist der der Erlösung des Bodens. Wir müssen in Palästina etwas gründen in Verbindung mit dem Boden und der Besiedlung des Bodens, was den Namen dieses großen Mannes trägt. Wir müssen es darum tun, weil Ussischkin der Mann des Bodens ist. Niemand wurzelt so tief im Boden wie er, in der Liebe zum Volke, zu seiner Tradition. Ussischkin ist für uns nicht Legende. Er ist nicht Agada, sondern er ist Halacha. Er ist die Tat. Diese Sache muß der Kongreß mit aller Umsicht auf sich nehmen. Wir müssen beschließen, auf einem Boden, der für diesen Zweck erst erlöst werden soll, eine Kolonie zu gründen, die den Namen Ussischkin trägt. Erez Israel ist nicht vollkommen, solange eine solche Kolonie noch nicht besteht. Der Kongreß soll der Ehre teilhaftig werden, diese große Sache zu verwirklichen. Er ernenne eine Kommission, nicht um die Sache damit zu begraben, sondern um sie sofort energisch in Angriff zu nehmen. Diese Kommission soll noch vor Schluß des Kongresses über ihre Tätigkeit berichten. Ich bin sicher, daß alle Zionisten und alle Juden, die Verehrung und Liebe für diesen Mann empfinden, sich an diesem großen Werke beteiligen und so seinen Namen für die Dauer ehren werden (Präsident Sokolow umarmt und, küßt Ussischkin unter stürmischem, anhaltendem Beifall der Delegierten und der Galerie; die Kongreßteilnehmer erheben sich von ihren Sitzen). DR. STEPHEN S. WISE (Ällg., Amerika — spricht englisch): Es ist mir eine große Ehre, daß ich aufgefordert wurde, heute abend einige Worte an Herrn Ussischkin zu richten. Ich glaube, ich verdanke diese Ehre dem Umstand, daß ich aus einem Überseelande komme, daß ich eine große Gruppe von Zionisten vertrete, und vor allem vielleicht dem Umstand, daß ich in einer Sprache spreche, die Herr Ussischkin nicht so gut versteht, so daß er ein wenig Ruhe hat, nachdem er an diesem Abend schon so viele Reden angehört hat. Ich habe die Ehre, an einer Feier teilzunehmen, in der Herr Motzkin und Herr Sokolow vor mir gesprochen haben. Zu meinem Bedauern hatte ich nicht persönlich Gelegenheit, die Länder des östlichen Europa zu besuchen. Ich gehöre nun zu jenen Leuten aus dem Westen, die glauben,

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