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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 157

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 157 (sequence 157)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Locker, Motzkin 157 um zu beweisen, daß etwas in der Bewegung nicht in Ordnung ist. Geehrter Kongreß! Es wäre noch sehr viel über die Probleme der Organisation zu sagen. Ich habe nur eine halbe Stunde, das heißt, 40 Minuten Redezeit und habe nur noch fünf Minuten zu sprechen (Heiterkeit). Ich kann daher diese Probleme nur streifen. Einzelheiten wird die Kommission behandeln müssen. Ich fasse zusammen: Normalisierung des innerzionistischen Kampfes! Wir wollen nicht, und ich bin der Letzte, der dazu bereit wäre, die autonomen Rechte der verschiedenen Teile unserer Bewegung abschaffen. Wir sind eine freiwillige Bewegung und auf gegenseitiger Toleranz im breiten Rahmen unserer Gesamtorganisation aufgebaut. Doch die moralische Atmosphäre in der Zionistischen Organisation muß gereinigt werden (Beifall). Das ist die Voraussetzung für das Gelingen der weiteren wichtigen Aufgaben: die dauernde Bindung der neu gewonnenen Massen an die zionistische Idee, die Beseitigung der Gefahr von Konjunkturelementen, Ausbau unseres Propagandaapparates, um unsere ideologische Offensive fortzusetzen und ernstlich an die Schaffung von Formen für die Vereinheitlichung der Organisationen in den einzelnen Ländern zu schreiten. Wenn wir in all diesen Problemen einen Schritt weiter kommen werden, dann werden wir in zwei Jahren nicht nur mit einer noch bedeutend größeren, sondern auch mit einer innerlich gefestigten und moralisch gereinigten Zionistischen Organisation zum Kongreß kommen (Lebhafter, lang andauernder Beifall). USSISCHKIN SIEBZIGJÄHRIG. VORS. PRÄS. MOTZKIN (spricht hebräisch): Nach einem schweren Tage sind wir in einem ganz anderen Zustand des Gemütes. Dieser Abend ist ein Fest für uns und dieses Fest heißt: Menachem Ussischkin (Stürmischer, langanhaltender Beifall; der Kongreß erhebt >sich von den Sitzen). Viele von euch würden mir nicht glauben, daß dieser junge Mensch siebzig Jahre alt ist, wenn nicht die Chronik des ganzen Zionismus vor uns wäre. Denn mehr als fünfzig Jahre hören wir den Namen Ussischkin. Lieber Freund, wie lange kennen wir einander? Ich glaube, schon zweiundvierzig Jahre, seit Berlin. Aber schon früher kannte ich dich persönlich. Wir alle, die wir damals Studenten waren, kannten dich. Man sprach unter uns von dem jungen jüdischen Studenten aus Rußland, der seine ganze Kraft opfert für das jüdische Volk, für das jüdische Land und für die hebräische Sprache. In den Büchern über die Choveve Zion, in den Protokollen findet sich auf jeder Seite verzeichnet, was Ussischkin getan hat bis zum Kongreß. Und in den Protokollen der Kongresse lesen wir, was er getan hat in den Tagen von Basel an. Er ist einer jener ausgezeichneten Menschen, die die zionistische Bewegung geschaffen haben. Nicht nur Zionismus beschäftigt ihn, sondern das ganze Leben der Juden. Historisch ist seine Tätigkeit für Rußland, für die Ukraine. Der Vorsitzende der ukrainischen Kommission war Ussischkin aus Mohilew. Als er nach Paris kam, -befaßte er sich mit der Frage der Juden der ganzen Welt. Er war die Säule der ganzen Arbeit. Er kämpfte für die

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