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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 155

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 155 (sequence 155)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Locker 155 mischen Lage der Judenheit der Welt. Anderseits aber besteht kein Zweifel, daß dies zum Teil wenigstens mit der Lage der Zionistischen Organisation, der Planmäßigkeit ihrer Arbeit und dem psychologischen Zustand breiter zionistischer Kreise zusammenhängt. Und ich sehe den dauernden Versuch gewisser zionistischer Gruppen und Kreise, einerseits ein Lippenbekenntnis für Keren Kayemeth und Keren Hajessod abzulegen, und auf derselben Seite derselben Zeitung oder Broschüre die Fonds zu diskreditieren, ihre Führer, ihre Beamten, die Art ihrer Verwaltung. Man hat versucht, die zionistischen Fonds als Zentralen für Geldverschwendung hinzustellen. Man hat die Gehälter von Beamten, die in Ländern mit hoher Valuta arbeiten, mit der Zahl von bulgarischen Levas gemessen, die man dafür bekommen kann. Man versuchte der Öffentlichkeit einzureden, daß mit den Millionen von Pfunden, die bisher aufgebracht wurden, nichts anderes erreicht wurde, als die Ansiedlung von einigen tausend Menschen. Man verschweigt, was der Keren Hajessod für das Erziehungswerk, für die Einwanderung, das Gesundheitswesen und für viele andere große Aufgaben außerhalb der landwirtschaftlichen Kolonisation tut. Man verschweigt, man verkleinert das große Werk des Keren Kayemeth. Gewiß, heißt es, man muß für Keren Hajessod und K.K.L. zahlen, das ist nationale Pflicht. Aber was bedeuten schon diese Spenden gegen die Privatinitiative, die die Zionistische Organisation angeblich nicht zulassen will. Diesen dauernden „prinzipiellen" Kampf gegen das nationale Kapital halte ich für eine der schwersten zionistischen Sünden. Aber ich wundere mich nicht. Je radikaler die politische Forderung, je größer der verlangte Umfang von Erez Israel, um so größer auch jene verächtliche Geste über die Bedeutung des nationalen Kapitals, diese ständige unrichtige Information über die Leistungen der Fonds und ihre Aufgaben in der Zukunft (Beifall). DER INNERZIONISTISCHE KAMPF. Noch ein Wort von der Form des innerzionistischen Kampfes überhaupt. Wenn man gewissen Gruppen und ihrer Presse glauben darf, besteht die zionistische Bewegung aus einer kleinen Minderheit von Patrioten und einer großen Mehrheit von halben und ganzen Verrätern. Ich kenne keinen führenden Menschen in der zionistischen Bewegung oder einer zionistischen Institution, der nicht eine hübsche Sammlung von Pamphleten vorzeigen könnte, die seine persönliche Ehre berühren, seine persönliche Sauberkeit in Zweifel ziehen. In dieser innerzionistischen politischen Auseinandersetzung spielt eine große Rolle ein Leichtsinn im politischen Denken — Leichtsinn ist das wenigste, was man sagen kann — in der Annahme jedes politischen Gerüchtes, sei es noch so absurd, als wahr. Und wer derartige Meldungen für falsch erklärt, den nennt man ohne viel Federlesens einfach einen Lügner. Ich will aus der Reihe de*r politischen Sensationen dieser letzten zwei Jahre nur eine erwähnen, die in der Geschichte der zionistischen Publizistik und der Auseinandersetzungen im Zionismus noch eine gewisse Bedeutung haben wird: Abbas Hilmi. (Auf Zuruf:) Ich wußte, daß es sehr gute Zionisten gibt, die nicht

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