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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 154

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 154 (sequence 154)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8561-3484711
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154 5- Kongreßsitzung: Organisationsreferat sere Entschlüsse und unsere Politik mitbestimmt, durch ihre Vertreter in verschiedenen Instanzen der Bewegung in unsere internen Angelegenheiten und Probleme eingeweiht ist, und gleichzeitig außerhalb der Zionistischen Organisation selbst oder durch irgendeine Deckorganisation eine eigene Politik betreibt, die die Politik der Zionistischen Organisation durchkreuzen soll. Ich erwähne diese Tatsachen nicht, um zu polemisieren, sondern um den Delegierten klar zu machen, daß es sich in diesem Kampf um das von beiden revisionistischen Richtungen geschlossene Abkommen von Calais, in dem Prozeß vor dem Ehrengericht in Berlin (Februar 1933) nicht um Paragraphenreiterei und lebensfremden Formalismus handelte, sondern um die Lebensinteressen, um das Sein oder Nichtsein der Zionistischen Organisation als einer Organisation mit einheitlichem politischen Willen (Beifall). Der jetzige Kongreß muß meines Erachtens nicht bloß die Beschlüsse bezüglich des Vorrangs der zionistischen Disziplin in zionistischen Angelegenheiten und der Einheitlichkeit der zionistischen Außenpolitik, die vor einem Jahre in London vom A.C. angenommen wurden, bestätigen, sondern auch der kommenden Exekutive breite Vollmachten geben, um eine weitere Entwicklung dieser politischen Unverantwortlichkeit, dieses politischen Partisanentums in unseren Reihen nicht zuzulassen. Die Exekutive muß das Recht haben, schärfste Maßnahmen gegen jene Teile der Bewegung zu ergreifen, die sich das Recht nehmen, die Einheitlichkeit ihrer politischen Aktion zu stören und die zionistische Disziplin zu brechen (Lebhafter Beifall). FINANZIELLE PROBLEME. Wenn ich von dem Zustand der Zionistischen Organisation spreche, kann ich nicht vorbeigehen an unserem finanziellen Zustand. Das Organisations-Departement hatte sich in diesen zwei Jahren nicht nur mit Organisationsfragen zu befassen, sondern nach alter grammatischer Regel: „Was man nicht deklinieren kann, sieht man als ein Neutrum an", wurde alles, was nicht in das andere Londoner Departement, das politische, gehörte, an das Organisations-Departement verwiesen. Wir haben zwei in finanzieller Hinsicht sehr schwere Jahre in Palästina durchgemacht. Als ich nach London kam, war. das erste, was mir mein Vorgänger Felix Rosenblüth sagte, als er mich in mein Amt einführte, daß eine der Hauptsorgen des Organisations-Departements die Finanzen der Palästina-Exekutive seien. Und einer unserer Freunde in London, von dem wir oft Hilfe verlangen, sagte mir in den ersten Wochen: „Der finanzielle Zustand ist so schwer, daß Ihr die nächsten zwei Monate wohl kaum überstehen werdet." Nun, wir haben sie überstanden. Man darf sich nicht auf Wunder verlassen. Aber in zionistischen Fragen kann man auch ein klein wenig mit Wundern rechnen. Wie wir diese beiden Jahre überstanden haben, ob die Budget- und Finanzpolitik eine richtige war, das hat der Kongreß zu beurteilen. Aber eines steht fest: der Zusammenhang zwischen der Stärke der Zionistischen Organisation und dem Zustand unserer Fonds. Wenn die Fonds in ihren Einnahmen zurückgegangen sind, so geschah es zum sehr großen Teil infolge der bitteren ökono-

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