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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 149

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 149 (sequence 149)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Jaffe 149 Pilger, die nach Palästina kommen, sehen das Wunder, das wir mit den armen Pfennigen geschaffen haben, die wir mit solcher Mühe im jüdischen Volk sammeln. Und jeder, der nach Palästina kommt und das Land richtig sieht, wird zum Boten unseres Werkes. Unsere Arbeit wäre sehr erleichtert, wenn die Last der Schulden, die in früheren Jahren für Aufbauzwecke gemacht wurden, und die auf uns drücken, vermindert würde. Der Gedanke einer langfristigen Anleihe mit niedrigerem Zinsfuß muß wieder aufgenommen und durchgeführt werden, damit ein größerer Teil dieser Sammlungen für die neue Aufbauarbeit verwendet werden kann. Man spricht viel von einer Lotterie. Fast zwei Jahre waren wir mit dieser Allgelegenheit beschäftigt. Wir haben Untersuchungen angestellt, Experten arbeiten lassen, Verhandlungen geführt und haben jetzt eine Übersicht über Möglichkeiten und Wege. Wenn auch nicht die Ergebnisse zu erwarten sind, die sich manche vorstellen, lohnt sich doch die Weiterführung dieser unserer Arbeit. Wir können nicht umhin, etwas zu betonen, das uns auf dem Herzen liegt und das wir als Vorbedingung für die Arbeit unserer Fonds betrachten: Keren Hajessod und Keren Kayemeth stehen nicht abseits von der Zionistischen Organisation. Sie existieren nicht unabhängig, sie sind ein Teil der Bewegung, des zionistischen Lebens. Wir können unsere Arbeit nicht wie bisher weiterführen. Wir können den Boden nicht wie bisher ausbeuten, ohne ihm Saft und Nahrung zuzuführen. Eine solche Raubwirtschaft ist auf die Dauer unmöglich. Alle Arbeiter für die Fonds können davon erzählen, in wie vielen Ländern sie eine völlig vernachlässigte Zionistische Organisation vorgefunden haben. Sie sind genötigt, in der kurzen Zeit ihres Besuches den Boden zu pflügen, zu säen und gleichzeitig zu ernten. Das ist eine Sache der Unmöglichkeit. Man kann nicht einmal im Jahre kommen, Begeisterung und praktische Resultate für Palästina fordern, wenn nicht eine Arbeit während des ganzen Jahres vorausgegangen ist. Die Fonds machen die Erziehungsarbeit, aber nach ihrem Charakter können sie es nicht genügend tun und diese Arbeit der Propaganda und Erziehung ist geschwächt, wenn sie mit der Geldforderung verbunden ist. Propaganda muß vorangehen und nachfolgen. Man muß den Boden auf furchen, säen und dem Samen genügend Zeit zum Wachsen lassen — dann kann man ernten. Leider versiegen in vielen Ländern die letzten Quellen des zionistischen Lebens. Woher sollen wir schöpfen? In den westlichen Ländern wächst eine neue Generation auf, die von der Wurzel traditionellen und jüdischen Lebens abgerissen ist, mit der ihre Eltern verwachsen waren. Der Strom des fremden Lebens, der fremden Kultur, der fremden Sprache, der fremden Schule, des fremden Wirtschaftslebens, fremder, extremer Ideen schlägt gegen sie. Welchen Schutz gibt man der Jugend gegen diese anstürmenden Kräfte? Die Jugend sucht Schönheit, Heroismus, Ideale. Wenn sie sie nicht im jüdischen Leben findet, sucht sie sie außerhalb des jüdischen Lebens. In vielen Ländern gibt es unter der Jugend neue Strömungen. Sie sucht gierig den Weg zum jüdischen Volk, zum jüdischen Land, zu jüdischen Idealen. Aber diese Jugend muß die richtige Führung, die richtige Anleitung finden, es muß ihr die richtige Nahrung gegeben werden. Die Frage der

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