Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 144 (sequence 144)
- Language
- German, English, Hebrew
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144 ^. Kongreßsitzung: Referat über Palästinawirtschaft blick auf die verbesserte wirtschaftliche und finanzielle Lage Tel Avivs und unserer Kolonien können wir doch der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Regierung ihr Prinzip der Non Cooperation in finanziellen Angelegenheiten nicht bis zum Aeußersten treiben wird, besonders wenn diese Anleihe ausschließlich auf unsere Quellen sich stützen und aus jüdischen Taschen bezahlt werden wird. Ich muß meine Ausführungen mit der Bemerkung, mit der ich anfing, schließen. Ich wiederhole Ihnen als Vertreter des jüdischen Volkes die Warnung, die schon früher ausgesprochen wurde: „Der Tag ist kurz und das Werk ist groß." Wir haben nur wenige Jahre zur Verfügung, in denen wir unsere Positionen in Palästina derart stärken können, daß unsere nationale Zukunft gesichert werden kann. Der Tag wird kommen und ist nicht mehr fern, wo der Gong erschallen und der Vorhang sich schließen wird. An diesem Tag wird uns nichts helfen können — nicht unsere Klugheit, nicht unsere Not, nicht die Gerechtigkeit unserer Sache. Das ist unsere nationale Lage. Hinter uns wütet ein Sturm, der unablässig unsere jüdische Front vernichtet: gestern die drei Millionen Juden Rußlands — heute die Judenheit Deutschlands. Der Wanderer ist auf dem Wege, das Heim nur teilweise offen. Und wir können bereits das Knarren der Tür, die sich schließt, vernehmen. Nur eine Frage gibt es: „Können wir noch rechtzeitig hinein?" Vor dieser Frage verschwinden alle anderen in ihrem Schatten. „Hajom kazer wehamelacha meruba, uvaal habajith dochek" (Lebhafter Beifall). Schluß der Sitzung 18 Uhr.