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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 143

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 143 (sequence 143)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8550-3484700
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Neumann 143 die die Schaffung von Investierungs-Treuhandgesellschaften bezwecken, durch welche Juden in den Diasporaländern die Möglichkeit haben, zur Entwicklung Palästinas beizusteuern und gleichzeitig an der immer weiter gehenden Prosperität teilzunehmen. Es war vielleicht schwierig, diese Pläne früher zu realisieren, aber heute sind wir in einer Situation, in der große Erfolgsmöglichkeiten in dieser Richtung vorhanden sind. Die Frage einer internationalen Anleihe ist zu wichtig und bedeutend, um sie innerhalb der begrenzten Möglichkeiten dieses Vortrages zu behandeln. Es wäre nur gut, einige wichtige Gedanken anzuführen. Erstens waren in der Vergangenheit die Völkerbundanleihen nicht immer durchaus befriedigend. Zweitens läßt die gegenwärtige finanzielle Lage der Mitglieder des Völkerbundes und der Vereinigten Staaten ernste Schwierigkeiten befürchten. Drittens, und das ist von entscheidender Bedeutung, muß eine solche Anleihe von der Mandatarmacht bewilligt werden, resp. eigentlich von Ihrer Initiative ausgehen. Das sind die ersten Schwierigkeiten, die bei einer solchen Anleihe überwunden werden müssen. Bis heute hat die Mandatarmacht keine besondere Bereitwilligkeit gezeigt, unser Kolonisationswerk zu unterstützen. Abgesehen davon, daß die früheren Versuche der Exekutive, eine internationale Anleihe zu bekommen, an der Stellungnahme der britischen Regierung gescheitert sind, muß man auch die neue Situation, die anläßlich der Palästinaanleihe geschaffen wurde, in Betracht ziehen. Obwohl die Rückzahlung dieser Anleihe aus Einkommen, das größtenteils von jüdischen Immigranten und Unternehmungen stammt, vorgesehen ist, hat die britische Regierung keine Neigung gezeigt, einen Anteil dieser Anleihe zur Förderung der jüdischen Kolonisation zu verwenden. Es muß weiter das Hauptproblem für diese und die kommende Exekutive bleiben, eine positive Aenderung in dieser Lebensfrage der Politik zu bringen. Wir können es nicht ruhig hinnehmen, daß die Politik der Regierung dahin geht, ein Maximum von Vorteilen durch direkte und indirekte Besteuerung der jüdischen Finanzquellen des Landes zu erreichen, ohne einen Piaster für lebenswichtige Zwecke der jüdischen Bevölkerung aus ihrem Ueberschuß auszugeben, aus dem Ueberschuß, der nicht nur die i1/4 Millionen Pfund beträgt, welche sich momentan in den Händen der Regierung befinden, sondern der während der gesamten Administrationsdauer akkumuliert wurde und sich heute auf etwa 4V2 Millionen Pfund stellt. Wir können keine Politik akzeptieren, die die Anleihegelder lediglich arabischen Siedlungen zuführen wird, ohne einen Piaster für jüdische Kolonisation zu verwenden. Ohne auf unsere Forderungen, auf unsere Mitarbeit mit der Mandatarregierung zu verzichten, stellen wir fest, daß die Zeit gekommen ist, wo wir versuchen können, uns unsere Anleihen selbst zu verschaffen. Solche Möglichkeiten existieren heute. Einer dieser Pläne wurde von uns aufs genaueste untersucht. Es ist der Plan einer Anleihe, die von jüdischen Munizipalitäten und Ortsvorständen Palästinas gesichert werden soll, ein Plan, der von dem damaligen Mitglied der Exekutive, Herrn Bernard A. Rosenblatt, befürwortet wurde. Der damalige Versuch scheiterte ebenfalls an der Stellungnahme der Regierung. Im Hin-

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