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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 118

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 118 (sequence 118)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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118 ^. Kongreßsitzung: Referat über nationales Kapital schaffen, trotzdem wir immer wieder lesen, daß sich die zersplitterten Informationsbüros vereinigt haben. Auch die Information ist nicht unwirksam. Es kann erstens den Kauflustigen klar gemacht werden, daß sie nicht nur die Gemeinschaft, sondern auch sich selbst schädigen, wenn sie den Boden zu Phantasiepreisen bezahlen, und - ferner kann dieser Dienst den Leuten erwerbbare Flächen nachweisen. Vielleicht hätten dadurch einige der krassesten Fälle, die sich in der letzten Zeit ereigneten, verhindert werden können, wo an den Grenzen von Tel Aviv zu Phantasiepreisen bepflanzter Boden zur Bebauung gekauft wurde und die (nichtjüdischen) Verkäufer sich mit dem erhaltenen Gelde ein Vielfaches an Pflanzungen in den besten Gegenden anlegen konnten. Doch all diese Mittel sind nur als sekundär zu betrachten. Von ausschlaggebender Wichtigkeit ist die Beherrschung des Bodenmarktes. Hier müßten nationales, philozionistisches und privates Kapital zusammenwirken. Auch das private Kapital hat das dringende Interesse daran, Boden nicht zu wirtschaftlich unrentablen, überhöhten Preisen zu kaufen. Dieses Zusammenwirken ist schon auf der Londoner Konferenz vorgeschlagen worden. Es handelt sich, kurz gesagt, um die Schaffung einer %entrale?i Bodenkaufsgesellschaft unter führender Mitwirkung des KKL. Dieser Plan ist eigentlich schon ein Vierteljahrhundert alt. Denn schon 1908 wurde von Dr. Ruppin die PLDC als Gesellschaft mit solchem Zwecke gegründet unter Anteilnahme des KKL. Tatsächlich hat die PLDC, wie erwähnt, den überwiegenden Teil aller jüdischen Bodenkäufe durchgeführt. Aber die zionistische Oeffentlichkeit verstand weder vor noch nach dem Krieg ihre Bedeutung, ließ die PLDC ohne nennenswerte Eigenmittel und unterstützte sie nicht in ihrem schweren Kampf um den Boden. Ja, als sie im nationalen Interesse s. Z. sehr viel mehr Boden erworben hatte, als sie im Moment der Krise 1926 absetzen konnte, wurden ihr neben berechtigten auch sehr schwere, unberechtigte Vorwürfe gemacht. Dabei hatte die PLDC sogar Versuche gemacht, durch Statuierung der Bebauungspflicht und eines Vorkaufsrechtes bei von ihr veräußerten Grundstücken der Spekulation entgegenzuwirken, allerdings mußte sie mangels materieller Macht diese Versuche wieder aufgeben. Inzwischen sind Schritte gemacht worden, wenigstens die verschiedenen Institutionen, die in der Haifa Bay Besitz haben, PLDC, P.E.C., Amzic, Meschek und Haifa Bay Company, zu einem gemeinsamen Vorgehen zu einigen. Das ist ein Anfang, aber noch kein genügender. Es gilt, nicht nur die bestehenden Gesellschaften mit vorhandenem Besitz zusammenzufassen, sondern aus ihnen mit Beteiligung neuen Kapitals und des, KKL eine zentrale Bodeneinkaufsinstitution zu schaffen. Dadurch würde gegen die Spekulation vieles gewonnen sein. Diese Gesellschaft wäre in der Lage, den Bodenmarkt zu kontrollieren und die jüdische Nachfrage zu zentralisieren. Sie könnte größere Flächen kaufen und die privaten Interessenten würden sich nicht selbst auf die Suche nach Verkäufern begeben, und durch ihre Konkurrenz die

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