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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 116

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 116 (sequence 116)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8523-3484673
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116 ^r. Kongreßsitzung: Referat über nationales Kapital der Schaffung einer Agrarbank großen Stils würde nur mit Hilfe der Regierung möglich sein. KÜNFTIGE ROLLE DES NATIONALEN KAPITALS. Welches die Rolle des nationalen Kapitals im weiteren Aufbauwerk sein soll, darüber hat am letzten Kongreß der verblichene Arlosoroff ein sehr ausführliches Referat gehalten, das leider völlig in Vergessenheit geraten ist, das aber fast als ein Kompendium dieser Frage angesehen werden kann. Ich kann und will unseren verblichenen Freund und Führer nicht wiederholen, es ist auch erfahrungsgemäß wirkungslos, am Kongreß in die Details einer solchen Untersuchung einzugehen. Auch in diesem Teil meiner Ausführungen will ich mich viel mehr auf die Skizzierung der großen Linien und der allernächsten Aufgaben beschränken. Die Situation von heute ist keine andere als die von 1920: die Aufgaben haben sich nur zum Teil geändert, aber ihr Umfang ist gewachsen, dafür sind wir um die Erfahrung von so vielen Jahren reicher., Dringlicher denn je steht vor uns die Aufgabe, einen großen Betrag für planmäßige Eingliederung einer stark vermehrten Alija aufzubringen. Die Sammlungen für den Notfond zur Ansiedlung deutscher Juden sind im Zuge. Von Amerika geht ein Plan aus, 25 Millionen Dollar zu sammeln. Jedenfalls ist es heute psychologisch unmöglich, neben dieser Sammlung auch noch separat innerhalb der Judenschaft für Aufbringung eines nationalen Zweckkapitals Anstrengungen zu machen. Um so wichtiger wäre die Verfolgung des Völkerbundanleiheprojektes. Es ist jedenfalls klar, daß wir eine Tätigkeit größeren Stils in Palästina nicht nur für die deutschen Juden entwickeln können. Es muß daher von vornherein festgestellt werden, daß ein Prozentsatz der aufgebrachten Gelder (für den deutschen Hilfsfond) an unsere Fonds überführt werden müsse. BODENPOLITIK. Welche Folgen immer diese Geldaufbringungsaktion haben wird, die nächsten Aufgaben des nationalen Kapitals sind eindeutig gegeben: Die erste und wichtigste Aufgabe ist die Führung einer großzügigen Bodenpolitik unter Bekämpfung der Bodenspekulation in Stadt und Land. Dies ist eine Existenzmöglichkeit für den werdenden, Jischuv. Die Bekämpfung der Bodenspekulation wäre zunächst Sache der Verwaltung. Wohl sagt man, daß diese kein Interesse daran habe, weil ihre Einnahmen an Uebertragungsgebühren und insbesondere Steuern mit den Bodenpreisen anschwellen. Aber es sei daran erinnert, daß es die erste Tat der Verwaltung Sir Herbert Samuels war, eine Verordnung zwecks Behinderung der Spekulation zu erlassen. Diese Verordnung wurde wegen Einspruchs nicht nur von arabischer, sondern leider auch von jüdischer Seite aufgehoben. Nur eine vereinzelte Stimme erhob sich damals in unserem Lager dagegen. Wir haben in dieser An-

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